31.03.2016, 08:11 Uhr

Leibnitz vermeidet eine Neuverschuldung

Bgm. Helmut Leitenberger und Finanzreferent Alfred Pauli

In der GR-Sitzung am 30.3.2016 legten Bürgermeister Helmut Leitenberger und Gemeinderat Leibnitz beschloss den Rechnungsabschluss 2015. Finanzreferent Alfred Pauli den Rechnungsabschluss 2015 zur Beschlussfassung vor.

Der Rechnungsabschluss 2015 wurde den Bestimmungen der Gemeindeordnung entsprechend zwei Wochen vor der Beschlussfassung zur allgemeinen Einsicht im Stadtamt aufgelegt und die Kundmachung an der Amtstafel angeschlagen.
Weiters wurde der Rechnungsabschluss 2015, insbesondere der Kassenabschluss, die Haushaltsrechnung samt allen Beilagen und der Vermögens- und Schuldennachweis, vom Prüfungsausschuss überprüft und vom Gemeinderat beschlossen.

Der Rechnungsabschluss 2015 stellt sich in Zahlen, wie folgt dar:


Anfänglicher Kassenbestand EUR 0,00
zuzüglich Gesamteinnahmen EUR 43.793.289,28
abzüglich Gesamtausgaben EUR 43.325.043,44
Schließlicher Kassenbestand EUR 468.245,84


SOLL-Ergebnisse im ordentlichen und außerordentlichen Haushalt 2015:


Ordentlicher Haushalt:
Gesamteinnahmen 2015 EUR 26.336.375,26
zuzügl. Soll-Überschuss Vorjahr(e) EUR 0,00
somit insgesamt EUR 26.336.375,26
abzügl. der Gesamtausgaben 2015 EUR 25.090.055,06
Soll-Überschuss 2015 EUR 1.246.320,20


Außerordentlicher Haushalt:
Gesamteinnahmen 2015 EUR 4.191.571,71
zuzügl. Soll-Überschuss Vorjahr(e) EUR 0,00
insgesamt somit Einnahmen EUR 4.191.571,71
abzügl. der Gesamtausgaben 2015 EUR 4.006.281,66
Soll-Überschuss 2015 EUR 185.290,05

Die Zuführungen an den außerordentlichen Haushalt betragen EUR 940.568,95

Stand der Rücklagen am Ende des Finanzjahres 2015 EUR 672.520,01

Maastricht-Ergebnis:
"Dieses Ergebnis ist natürlich von besonderer Bedeutung. Es stellt das wichtigste Ergebnis der Querschnittsberechnung dar und ist damit Grundlage für die finanzpolitische Einschätzung des Gemeindehaushalts", betont Alfred Pauli.
Ein negatives Finanzierungsergebnis, also ein „Maastricht-Defizit“, zeigt an, dass die getätigten Ausgaben nur mit Hilfe von Kreditaufnahmen bedeckt werden können.
Ist das Ergebnis positiv „ Maastricht-Überschuss“, können die vermögensbildenden Maßnahmen, also die Investitionen der Gemeinde, aus der laufenden Gebarung finanziert werden.
Maastricht-Ergebnis der Stadtgemeinde Leibnitz € 2,033.140,63


KOMMENTAR von Finanzreferent Alfred Pauli

Der Rechnungsabschluss ist jährlich zu erstellen und ist bildlich die Bilanz jeder Kommune.
Übersichtlich wird damit dokumentiert, was mit den von der Gemeinde vereinnahmten finanziellen Mitteln geschieht.
Im ersten Jahr der großen Fusionsgemeinde haben sich für uns neue Aufgaben und Herausforderungen ergeben. So gibt es nun in unserer Stadt drei Freiwillige Feuerwehren, mehrere Kindergärten und Volksschulen. Auch haben wir einen Zuwachs an Vereinen zu verzeichnen, die für das gesellschaftliche Leben einer Gemeinde wichtig sind und finanziell zu bedienen sind.
Die sozialen Förderungen wie die Wirtschaftsförderungen, wurden selbstverständlich auf das ganze Stadtgebiet ausgedehnt.
Zwei wichtige Kulturstätten, das Tempelmuseum und der Grottenhof sind nun in der neuen Stadtgemeinde beheimatet und zu betreuen, bzw. wirtschaftlich zu bewältigen.
Wie im außerordentlichen Haushalt ersichtlich ist, wurde verstärkt investiert und dadurch für die Bevölkerung Mehrwert geschaffen um den Wirtschaftsstandort Leibnitz zu stärken, wodurch neue Arbeitsplätze geschaffen werden können.
Als größte Investition möchte ich den Grundankauf für das Altstoffsammelzentrum Leibnitz in der Höhe von € 822.214,00 hervorheben, der ohne Fremdmittel aus dem Budget finanziert werden konnte.
Trotz der umfangreichen Investitionen konnte eine Neuverschuldung vermieden werden und der Verschuldungsgrad mit 4,92 % sehr niedrig gehalten werden.
Einer der wichtigsten Indikatoren für den freien Handlungsspielraum der Gemeinden ist die freie Finanzspitze. Sie beträgt in unserem Fall € 3,420.219,95.
Die Gemeinden sind gemäß dem Österreichischen Stabilitätspakt verpflichtet, durch ein ausgeglichenes Haushaltsergebnis zum gesamtstaatlichen Konsolidierungspfad beizutragen.
Dieses Ziel wurde von der Stadtgemeinde Leibnitz mit € 2,033.140,63 weit überschritten.
Der positive Rechnungsabschluss zeigt, dass wir in Zusammenarbeit mit den zuständigen Bediensteten der Gemeinde sorgsam und verantwortungsbewusst mit den Steuergeldern umgegangen sind und wir werden weiterhin alles Nötige unternehmen, um auch das Haushaltsjahr 2016 positiv abzuschließen.
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