03.06.2016, 09:09 Uhr

Prost auf die tollen Leistungen der Leibnitz

Strahlende Landessieger beim größten Weinwettbewerb der Steiermark. (Foto: © LK, Martin Wiesner)

Prost auf das Weingut Adam-Lieleg aus Leutschach. Bei der größten Weinkost der Steiermark haben rund 500 Weinbauern 1.850 (2014: 1.593 oder plus 16 Prozent) hervorragende steirische Qualitätsweine eingereicht.

Insgesamt 18 Landessieger und ein „Weingut des Jahres“ wurden gekürt. Ausnahmsweise gibt es heuer keine Doppel- oder Mehrfachlandessieger, sodass das Rennen um die begehrte Trophäe „Weingut des Jahres“ besonders spannend war. Als Gesamtsieger und somit auch „Weingut des Jahres“ ging das Weingut Adam-Lieleg aus Kranach bei Leutschach hervor.

Die Landessieger 2016 aus dem Bezirk Leibnitz

Welschriesling: Weingut Sternat mit Weschriesling, Eichberg-Trautenburg
Weißburgunder Klassik: Weingut Kratzer mit Weißburgunder, Kittenbereg, Heimschuh
Morillon Klassik: Weingut Dietrich Franz und Claudia mit Morillon Sernauberg, Gamlitz
Sauvignon Klassik: Weinhof Riegelnegg mit Sauvignon, Steinbach, Gamlitz
Muskateller: Weingut Adam-Lieleg mit Muskateller, Kranach, Leutschach
Riesling: Weingut Alois Reiter mit Riesling Grand Classic, Eichberg-Trautenburg, Leutschach
Sauvignon kräftig: Weingu Riegelnegg Olwitschhof mit Sauvignon Tradition, Steinbach, Gamlitz
Traminer/GTR: Peter Skoff - Domäne Kranachberg mit Gewürztraminer Gamlitz, Kranchachberg, Gamlitz
Prädikate, Weingut Stefan Potzinger mit TBA Trainer Große Cuvée Kaltenegg, Gabersdorf
Sekt: Weingut Schneeberger mit Muskateller Sekt, Pernitsch, Heimschuh


Größte Weinkost der Steiermark

„Die Landesweinbewertung der Landwirtschaftskammer ist traditionell seit 69 Jahren der größte und wichtigste Weinwettbewerb der Steiermark. Die Beteiligung war großartig. An die 500 Weinbauern reichten 1.850 steirische Qualitätsweine ein“, betonte Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein bei der Siegerpräsentation.

Sprungbrett für nationale und internationale Bekanntheit

Die Landesweinbewertung ist für alle Weinbaubetriebe eine Chance, mit einer guten Platzierung national und international Aufmerksamkeit zu erhalten. „Durch die garantiert anonyme Verkostung und der bestens geschulten Bewerter steht ausschließlich die Weinqualität im Vordergrund“, unterstrich Pein ferner.

Schaufenster für fruchtig-steirischen Wein

„An der Bewertung können alle geprüften steirischen Qualitätsweine teilnehmen, aber um ins Finale zu kommen muss eine Mindestweinmenge vorhanden sein“, so Weinbauchef Werner Luttenberger. Außerdem muss in den meisten Sortengruppen der klassisch-steirische, extra trockene Weinausbau mit weniger als 13 Volumprozent Alkohol eingehalten werden. Damit soll der fruchtig steirische Wein ins Schaufenster gestellt werden.

Anzahl der verkosteten Qualitätsweine in der klassischen Sortengruppe bewertet: Sauvignon blanc 217 Proben, Welschriesling 244, Weißburgunder 220, Muskateller 182, Schilcher 100 und Morillon 106 Proben.


Bewerb für Lagenweine sehr beliebt

88 Lagenweine ritterten um Sieg. Der Bewerb der Lagenweine erfreut sich großer Beliebtheit. Die für die beiden Gruppen nominierten Weine, der Burgunder-Gruppe und die Sauvignon Gruppe, müssen eine so hohe natürliche Reife aufweisen, dass sie mindestens 13 Volumprozent Alkohol besitzen. Weiters müssen sie mindestens ein Jahr alt und trocken ausgebaut sein. Sowohl biologischer Säureabbau als auch Holzeinsatz sind möglich. Immerhin 88 Weine stellten sich in beiden Gruppen dem Wettbewerb.

163 Burgunderweine eingereicht

Ein Sieger wurde gekürt. Die Sortengruppe kräftiger Burgunder – bestehend aus den Sorten Weißburgunder, Morillon und Grauburgunder – wurde heuer mit 163 Weinen beschickt. Sie müssen trocken ausgebaut sein. Durch den möglichen biologischen Säureabbau wirken sie bekömmlicher.

Gewürz/Traminer

In der Kategorie trockene und halbtrockene Gewürz/Traminer haben sich 31 Weine beteiligt. Diese Ausbauart der Sorte findet laufend mehr Freunde, weil der dieserart ausgebaute Gewürz/Traminer ein toller Speisebegleiter sein kann. Ein Sieger wurde gekürt.

166 Rotweine eingereicht

Drei Sieger wurden gekürt. Eine Besonderheit im Bewerb stellt auch der steirische Rotwein dar. Um den Konsumentenwünschen entgegen zu kommen, wurden drei Kategorien geschaffen. Eine kräftige Rotwein-Vielfalt, bei der sämtliche Sorten – auch Cuvées – erlaubt sind, die aber mindestens ein Jahr alt sein müssen. Weiters die Gruppe kräftiger Zweigelt und die Gruppe fruchtig-klassische Rotweine. Drei Sieger wurden gekürt.

15 Prozent der eingereichten Weine schafften Semifinale. Bei vielen Sorten oder Sortengruppen musste aufgrund der Menge ein Semifinale durchgeführt werden, um die endgültigen Finalweine zu erkosten. Den Einzug in das Semifinale schaffen 15 Prozent der teilnehmenden Weine. Der Aufkleber für die Weine, die in die Broschüre aufgenommen werden konnten, soll die besten Weine der Steiermark kennzeichnen.

Knock out beim Semifinale und Finale

„Das extrem strenge Auswahlverfahren zeigt wie schwierig es ist, mit einem Wein das Semifinale oder das Finale zu erreichen, oder gar Landessieger zu werden“, sagt Luttenberger. Die Finalverkostungen jeder Sorte beziehungsweise Kategorie werden nach der Platzziffernmethode durchgeführt. Hier stehen sämtliche Finalweine Glas an Glas und müssen direkt verglichen und beurteilt werden.


Siegerbroschüre

„Die besten steirischen Weine werden in der vorliegenden Broschüre in den Kategorien Sieger, Finalisten und Semifinalisten vorgestellt, um die Kaufentscheidung zu erleichtern und auch auf bisher unbekannte Betriebe aufmerksam zu machen“, erklärt der Weinbaudirektor.

Siegerweine bei Präsentation

„Die Siegerweine sind auf verschiedenen Präsentationen zu verkosten. Auch werden wiederum in Zusammenarbeit mit der Gesamtsteirischen Vinothek einige Landessieger-Pakete aufgelegt. Das heißt: Schnell entschlossene Weinfreunde haben die Möglichkeit sämtliche Landessieger 2016 in einem Paket zu erwerben. Ein besonderes Erlebnis ist aber nach wie vor ein Besuch bei einem der erfolgreichen Betriebe“, schloss der Weinbaudirektor.


Den erfolgreichsten Teilnehmer der Landesweinkost zeichnete die Landwirtschaftskammer heuer zum siebenten Mal mit dem Titel „Weingut des Jahres“ aus. Sechs steirische Weingüter kamen ins Finale:
Weingut Adam-Lieleg, Leutschach
Weingut Dietrich Franz und Claudia, Gamlitz
Weingut Langmann vlg. Lex, St. Stefan/Stainz
Weingut Pfeifer, St. Anna/Aigen
Weingut Stefan Potzinger, Gabersdorf
Weinhof Rauch, St. Peter/Ottersbach

Weingut des Jahres 2016:
Weingut Adam-Lieleg aus Leutschach. Als Sieger und somit „Weingut des Jahres“ ging der Betrieb Adam-Lieleg aus Leutschach hervor. Er erreichte die höchste Punkteanzahl aller ins Finale gekommener Betriebe. Als Bewertungskriterien für diese große Auszeichnung als „Weingut des Jahres“ werden die vier besten bei der Landesbewertung eingereichten Weine in mindestens zwei Kategorien herangezogen.
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