08.04.2016, 08:30 Uhr

Skisaison 2015/16: Weniger Tote, weniger Verletzte

(Foto: Alpinpolizei)

Die steirische Alpinpolizei zieht Bilanz.

Die Skisaison neigt sich langsam dem Ende zu. In der Wintersaison 2015/16 wurden fünf Personen getötet und 323 Personen verletzt. Die Anzahl der flüchtigen Unfallverursacher sank um 30 Fälle.
Auf den steirischen Skipisten und im alpinen Gelände wurden in den vergangenen fünf Monaten fünf Personen getötet und 323 Personen verletzt - so lautet die Bilanz der steirischen Alpinpolizei für die Wintersaison 2015/16. Die Anzahl der flüchtigen Unfallverursacher sank auf von 89 auf 59 Fälle.

288 Skiunfälle

In der vergangen Wintersaison wurden auf den steirischen Pisten bei 288 Skiunfällen 306 Personen verletzt und drei Personen getötet. Im Vergleich zur Saison 2014/15 wurden bei 296 Unfällen 307 Personen verletzt und zwei getötet.
Schönes Wetter und ideale Schneeverhältnisse verleiten Schitourengehen oft dazu, Warnhinweise zu ignorieren oder gesperrte Pisten zu befahren. Wegen der geringen Schneelage in den Mittelgebirgslagen und der damit verbunden eingeschränkten Tourenmöglichkeiten ging die Zahl der verunglückten Tourengeher in dieser Schisaison extrem zurück. Bei 27 Schitourenunfällen wurden 16 Personen verletzt und zwei getötet. Im Vorjahr gab es 41 Unfälle mit 26 Verletzten und vier Toten.
Auch die Anzahl der Lawinenunfälle sank von 16 im Vorwinter auf drei in dieser Wintersaison. Dabei wurde zum Glück nur eine Person verletzt und keine Person getötet. In der Wintersaison 2014/15 wurden bei 16 Lawinenunfällen vier Personen getötet und zwei verletzt.
Eine erfreuliche Bilanz gab es auch bei Schiunfällen mit Fahrerflucht. Die Zahl sank von 89 auf 59 Fälle.

Skitouren-Tipps der Alpinpolizei

Grundregel:
Ein wegen Lawinengefahr gesperrter Hang oder gesperrte Pisten sollten nie befahren werden. Schitourengeher sollten grundsätzlich immer die erforderliche Notfallausrüstung, wie Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Lawinenschaufel und Lawinensonde bei sich haben. Im Zweifelsfall eine Tour nicht starten oder umkehren.

Häufige Fehler:

Bei Sonnenschein und klarem Himmel wird das Lawinenrisiko unterschätzt.
Keine oder falsche Tourenplanung
Falsche Zeitplanung
Keine oder mangelhafte Informationen zu den Lawinenverhältnissen vor Ort.
Lawinenwarnstufen beachten
Zu wenig Erfahrung

Irrtümer:
Je mehr Schnee, desto gefährlicher - falsch! Gerade schneearme Winter sind besonders gefährlich.
Häufig befahrene Hänge sind lawinensicher.
Im Wald gibt es keine Lawinengefahr.
Bei Kälte lösen sich keine Lawinen.
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