12.08.2016, 12:39 Uhr

Springkraut und japanischer Riesenknötterich überwuchern uns

Neophyten sind auch in der Südsteiermark kaum noch in den Griff zu bekommen. Wichtig, dass die Pflanzen wenn möglich vor der Blüte beseitigt werden.

Mit seinen zartrosa Blüten findet das Drüsige Springkraut, das zurzeit unübersehbar im Bezirk Leibnitz blüht, Gefallen. Doch genau genommen ist es kaum noch in den Griff zu bekommen und überwuchert unsere Wege, Wiesen und Felder. Besonders Kinder haben viel Freude an der "Samenschleuder". Aber genau diese Eigenschaft macht das Springkraut so gefährlich für die heimische Flora. Durch den Springmechanismus verbreitet sich das aus Indien stammende Gewächs in Windeseile und verdrängt selbst die widerstandsfähigsten einheimischen Pflanzen.


Berg- und Naturwacht Leibnitz im Einsatz

Der Ortsstellenleiter Raphael Narrath von der Berg- und Naturwacht Leibnitz weiß von den Neophyten im Bezirk Leibnitz ein Lied zu singen. "Die Pflanzen sind kaum noch in den Griff zu bekommen. Beim Alten Sulmarm in Heimschuh, das zum Naturschutzgebiet C47 zählt, sind zur Zeit zwei Personen intensiv damit beschäftigt, um Pflanzen wie das Drüsige Springkraut, den japanischen Riesenknötterich und die Goldrute zu beseitigen", so Narrath. Wichtig ist, dass die Pflanzen vor der Blüte entfernt werden, um sie einzudämmen. In der Au in Leibnitz hat die Goldrute schon großen Schaden angerichtet. "Da nicht gemäht wurde, ist das Wurzelgeflecht schon so dicht, dass es sich kaum noch entfernen lässt", so der Leibnitzer Ortsstellenleiter.

Echte Plage

Das Drüsige Springkraut ist inzwischen vielerorts zu einer echten Plage geworden. Springkraut verbreitet sich häufig auch über Flüsse und Bäche und siedelt sich bevorzugt an deren feuchten und nährstoffreichen Ufern an wie u.a. entlang der Sulm.
Wenn im Herbst dann die einjährige Springkrautpflanze abstirbt, sind keine anderen Pflanzen mehr vorhanden, um das Ufer zu befestigen. Es kann sogar zur Erosion führen.
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