01.05.2016, 14:03 Uhr

Alter Wein in neuen Schläuchen

In Österreich herrscht Bunkerstimmung. Der Bund Stacheldraht spielt dabei eine wesentliche Rolle, ähnlich wie in dem Schönbrunner Tiergarten. Dort ist die Welt noch in Ordnung, Sicherheit und geordnete Verhältnisse sind geradezu vorbildlich. Da drängt sich doch die Frage auf, warum nicht die gesamte Alpenrepublik gleich zum Alpen-Zoo umbauen? Es gibt Leute, die bereits darauf hinarbeiten.

Wie demagogisch ist die Utopie, aus Österreich einen Safaripark machen zu wollen, in dem die Population sorglos dahindöst, während unbekannte Spender ihr immer wieder einen Happen über das Gitter katapultieren?

Ein beredtes Beispiel sind die Aussagen jener, die sich ärmer fühlen, wenn andere dieselbe soziale Versorgung erhalten, wie sie selbst. Diese Bürgerinnen und Bürger, die selbst am Tropf des Staates hängen, vergessen, dass sie bisher in einem Wohlfahrtsstaat lebten, wo ihnen der Zugang zur Bildung, zum Arbeitsmarkt, einem funktionierenden Gesundheitssystem usw. offenstanden; unser Pensionssystem ist zum Beispiel wesentlich besser, als das der Deutschen.

Sich mit ausgebombten Flüchtlingen zu vergleichen, ist mehr als verwegen, bringt aber Wählerstimmen. Ich sehe die Arbeit der Regierung nicht nur negativ, vermutlich, weil ich objektiv sein darf. Nicht gut angekommen ist allerdings das „Grundgesetz“ der Parteien, das zu fördern, was ihrer Organisation nützt, ohne Rücksicht auf das Wohl der Bevölkerung zu nehmen.

Menschen, die aus unserer Geschichte nichts lernen wollen, sind dazu verdammt sie zu wiederholen, sagt man. Die Erfahrung lehrt, sich keine falschen Hoffnungen zu machen, was die Politik betrifft. Der Egoismus europäischer Staaten kostet uns schon jetzt etliche Milliarden, mehr als eine vernünftige Flüchtlingspolitik je gekostet hätte. Übrigens fängt das Christentum nicht in der Familie, die bereits alles besitzt, an, dort hört die Nächstenliebe auf.

Wer an eine höhere Macht glaubt, egal mit oder ohne Bekenntnis, läuft Gefahr, ausgelacht zu werden; wie groß ist aber die Narrheit jener, die Demagogen anbeten.
3
Diesen Mitgliedern gefällt das:
2 Kommentareausblenden
1.114
Alfred Kafka aus Penzing | 01.05.2016 | 18:58   Melden
1.036
Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 02.05.2016 | 12:58   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.