22.08.2016, 16:07 Uhr

Unsere Heldinnen und Helden in Rio.

Die berühmtesten unter den Festwettspielen der alten Griechen, waren die Olympischen Spiele. Sie sollten die zerstreuten griechischen Stämme zusammenführen und die Compliance stärken. Aus diesen Wettkämpfen gingen sagenhafte Sieger hervor, die als Volkshelden in die in die Geschichte eingingen.
Die Spiele der Neuzeit begannen 1896, konnten aber nie an die legendären Veranstaltungen der Antike anknüpfen. Was die alten Griechen verband, trennte jetzt die Nationen. Der Lorbeerkranz des Siegers steht nun für die Selbstgerechtigkeit und Selbstverurteilung. Nach dem Ende der Spiele zieht der Medaillenspiegel Bilanz: Seht, wir sind besser, als die anderen. Was heute über Sport gelehrt wird, halte ich für gefährlich, weil es egoistisch ist. Der Leitsatz der Griechen, ein sportlicher Körper sei die Wohnung eines gesunden Geistes, ist längst überholt. Man muss seinen Körper schon sehr hassen und einen relativ großen Abstand zur Vernunft haben, um diese Programme mitzumachen. Je skrupelloser eine Sportlerin oder Sportler ist, desto mehr Doping, größer die Lüge, desto höher der Erfolg.
Ich halte Sport für die Charakterbildung der Jugend wertvoll, denn man lernt fair zu verlieren und trotzdem weiterzumachen. Fair Play muss auch im Privatleben geübt werden. Unsere Sportlerinnen und Sportler haben in Rio ehrenhaft verloren, wofür sie unsere Anerkennung verdienen, egal ob mit oder ohne Medaille.
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