16.03.2016, 00:20 Uhr

Mayr-Melnhof Holz – global aufgestellt und regional verwurzelt

Die Entwicklung von Mayr-Melnhof Holz – vom Sägewerk zum Nachhaltigkeitspionier der Holzindustrie.


Mayr-Melnhof Holz hat eine lange Tradition. Vor über 165 Jahren gegründet, konzentrierten sich die Sägearbeiten 1951 auf den Standort Leoben, wo sich auch heute noch die Konzernzentrale befindet. Von dort aus wird steirisches Holz in die ganze Welt geliefert. Heute ist Mayr-Melnhof mit sechs Standorten weltweit, über 1.500 Mitarbeitern, 560 Millionen Umsatz eines der führenden Holzindustrieunternehmen in Europa. Eines der wenigen Unternehmen, das die gesamte Wertschöpfungskette Holz, vom Eigenforst über das Sägewerk hin zur Weiterverarbeitung des Schnittholzes in Brettschicht- oder Brettsperrholz integriert hat.

Nachhaltiges Unternehmen
Gerade in Zukunft wird die Absicherung des Rohstoffes Holz für die Industrie immer wichtiger werden. Mayr-Melnhof profitiert dabei vom eigenen Forst und positioniert sich durch eine 100-prozentige Verwertung des Rohstoffes als Nachhaltigkeits-Pionier. Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff und noch dazu als CO₂-Speicher ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Jede Sekunde wächst in Österreich ein Kubikmeter Holz nach, hochgerechnet bedeutet das Baustoff für 2.160 Einfamilienhäuser pro Tag. In einem Kubikmeter Holz wird Kohlenstoff aus einer Tonne CO₂ der Atmosphäre gespeichert. „Wenn wir 20 Prozent mehr Holz im Bau einsetzen würden, hätten wir in der EU kein Problem die Kyoto-Ziele zu erreichen“, so Vorstandsvorsitzender Richard Stralz.

Energie aus Sägespänen
Im Stammsägewerk Leoben sowie im Werk Paskov (CZ) wird die bei der Schnittholzproduktion anfallende Rinde in einer KWK-Anlage (Kraft-Wärme- Kopplung) zur Energieversorgung des Standortes verwendet. Die dadurch gewonnene Wärmeenergie dient zur Beheizung der Trockenkammern des Sägewerks sowie zur Trocknung der Sägespäne. Der nicht benötigte Ökostrom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die getrockneten Sägespäne werden zu Pellets verarbeitet und somit ebenfalls nutzbringend verwertet.

Was wird aus dem Holz?
Rund drei Millionen Festmeter Nadelrundholz werden weltweit jährlich in den Werken der May-Melnhof Holz Gruppe zu Schnittholz verarbeitet. In den Weiterverarbeitungsbetrieben entstehen daraus Produkte für den konstruktiven Holzbau wie Brettschichtholz und Brettsperrholz. Vor allem das Produkt Brettsperrholz setzt sich aufgrund seiner positiven Eigenschaften und dem steigenden Umweltbewusstsein immer stärker durch. Bei der Errichtung eines Brettsperrholz-Hauses wird im Vergleich zu mineralischen Baustoffen wesentlich weniger Lärm produziert, Baustellentransporte sind aufgrund des hohen Vorfertigunggsgrades geringer und auch die Durchführung von elektrischen Installationen ist mit einem viel geringeren Aufwand verbunden. Extrem kurze und witterungsunabhängige Montagezeiten sorgen des Weiteren für einen schnellen Bauabschluss. Zu den Projekten des Unternehmens zählt u.a. der zurzeit höchste Massivholzbau der Steiermark in Graz am Gelände Reininghaus Süd. Erstmals werden hier sechs-geschossige soziale Wohnbauten aus Holz errichtet.
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