15.04.2016, 12:24 Uhr

Ein langer Fußmarsch zur Demokratie

Netzwerker in einem EU-Bildungsprogramm: Felix Schmid, Maeve Doyle und Robert Slesak (v.l.).

Zwei junge Burschen aus Trofaiach nehmen in der Türkei an einem EU-Jugend-
projekt teil.

TROFAIACH, ANTALYA (TR.). Am 21. April fliegen zwei junge Trofaiacher in die Türkei geflogen. Robert Slesak (28) und Felix Schmid (20) sind mit Julia Holler aus Feldbach und Phillip Geiger aus Fürstenfeld die österreichischen Teilnehmer am Jugendmobilitätsprojekt "Creative Lycian Youth". Ein Projekt im Rahmen des EU-Programmes "Erasmus+", das für die Bereiche Bildung, Jugend und Sport steht. Im Zentrum stehen die Förderung von Mobilität und transnationaler Zusammenarbeit sowie der Austausch bewährter Praxis im Bildungs- und Jugendbereich.

Gutes Netzwerk

"Das Hauptziel des 14-tägigen Aufenthaltes ist es, dass junge Menschen sich ihrer Rolle in der Gesellschaft bewusst werden und erkennen, wie wichtig und erfüllend eine aktive Teilnahme am sozialen und demokratischen Leben ist – sowohl auf nationalem als auch auf europäischen Niveau", erklärt Maeve Doyle vom Verein "Art Mine", der von Trofaiach aus Jugendbegegnungen organisiert. Neben eigenen Veranstaltungen ist "Art Mine" Teil eines internationalen Netzwerkes. Über diese Plattform kam die Einladung zum Erasmus+-Projekt. "Wir haben die Ausschreibung über unsere Homepage und soziale Medien verbreitet, in der Hoffnung auf breites Echo", berichtet Doyle. Viele junge Menschen haben sich dafür beworben, das Profil und die Zielvorstellungen haben Slesak und Schmid für dieses Projekt qualifiziert.
Was erwartet die Steirer? Während die Region um Antalya mit ihren Vier- und Fünf-Sterne-Hotels und weitläufigen Sandstränden Touristen anlockt, werden die Projektteilnehmer die Türkei von einer eher einfacheren Seite kennenlernen. Ausgehend von einem Campingplatz in Demre unternehmen die Jugendlichen einen viertägigen Fußmarsch nach Kas. Dabei werden aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie Demokratie und Bürgerbeteiligung diskutiert. Neben Wanderungen und Gesprächen werden die Jugendlichen an Workshops teilnehmen und Umfragen unter der örtlichen Bevölkerung durchführen.

Intensive Gespräche

"Inmitten der wilden Natur in der Provinz Antalya werden wir mit jungen Menschen aus anderen Ländern in Kontakt kommen. Wir hoffen, dass wir dabei viel über soziale und politische Themen, über andere Länder und Sprachen lernen können, aber auch über uns selbst", definieren Slesak und Schmid ihre Erwartungen. Beide sehen ihre Studienreise ein wenig als Abenteuer und freuen sich auf den kulturellen Austausch. Felix Schmid will erfragen, wie Nicht-EU-Länder die Europäische Union sehen. Robert Slesak interessiert, wie Medien in der Türkei über die Flüchtlingsthematik berichten. Und beide hoffen "dass die Freundschaften, die wir dort schließen werden, über einen längeren Zeitpunkt gepflegt werden".

Wichtiges Sprungbrett

Maeve Doyle: "Wir vom Verein 'Art Mine' freuen uns, jungen Menschen aus unserer Region diese wertvolle Möglichkeit zur Weiterbildung und Persönlichkeitsentfaltung bieten zu können."
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