16.09.2016, 15:44 Uhr

Wenn der „Totenvogel“ fliegt

Hans-Peter Vertacnik mit seinem neuesten Werk, dem Kriminalroman "Totenvogel".

Der Schriftsteller Hans-Peter Vertacnik, gebürtiger Leobener, stellte seinen neuesten Kriminalroman „Totenvogel“ vor.

LEOBEN. Der fiktive Kriminalfall rund um den Mord an Österreichs Innenminister Ludwig Liebermann lässt gewiss keinen seiner Leser kalt. Fesselnd, packend, mit feinem Humor, leisem Sarkasmus und beißender Gesellschaftskritik geschrieben, spielt der Krimi in Wien, das der Schriftsteller liebevoll und bildhaft beschreibt. Hans-Peter Vertacnik, gebürtiger Leobener, stellte kürzlich sein neuestes Werk „Totenvogel“ im Museumscenter seiner Heimatstadt im Zuge einer Lesung vor. “Meine Krimis bewegen sich ziemlich nahe an der Realität. Die Geschichte ist frei erfunden, gewisse Dinge, wie etwa polizeiliche Ermittlungen, sollten aber einfach stimmen“, meint der ehemalige leitende Polizeibeamte, der Träger des Luitpold Sternpreises für Lyrik ist.

Leoben gewidmet

Vertacniks erste Romane betiteln sich „Abfangjäger“ sowie „Ultimo“, der Kriminalroman „Rosentod“ ist seiner Heimatstadt Leoben gewidmet. Hauptfigur seiner neuesten Kriminalromane ist Radek Kubica, Chef der Wiener Mordkommission. Er löst erstmals im Krimi „Donauwölfe“ Fälle und ermittelt nun auch wieder im „Totenvogel“. Diese Kriminalromane habe Vertacnik so angelegt, dass sie in Serie erscheinen können. „Ich möchte im Schnitt ein Buch pro Jahr aus dieser Serie herausgeben, sechs oder sieben Bücher sind geplant“, verrät der Schriftsteller, der auch Medientrainer sowie Leiter von Literaturworkshops ist und mittlerweile in Krenglbach bei Wels lebt. Vertacniks Bücher werden nicht nur in seiner Heimat, sondern auch sehr gerne in Deutschland gelesen.

Lust auf Österreich machen

„Auf diese Weise kann ich den Deutschen Österreich auch als Reiseland appetitlich machen, denn in meinen Krimis beschreibe ich Plätze, Straßen, Menschen, Architektonisches und Geschichtliches. Die Leute sollen nach dem Lesen meiner Bücher klüger sein als vorher“, betont der 59-Jährige, der mit seiner Lesung den Saal im Turm des Museumscenters mit literaturbegeistertem Publikum füllte. In „Totenvogel“ geht es um den Mord an Österreichs Innenminister Ludwig Liebermann, der in einer Liechtensteiner Bank 4,5 Millionen Euro an Schmiergeld bunkert. Liebermann wird folglich erpresst und erschossen aufgefunden. Die spannenden Ermittlungen von Oberst Radek Kubica beginnen, wobei er schließlich auch noch ein Geheimnis lüftet, auf das er besser nicht gestoßen wäre.
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