02.08.2016, 14:13 Uhr

Die Montanuniversität trauert um zwei Altrektoren

Universitätsprofessor Franz Jeglitsch ist am 29. Juli 2016 verstorben. (Foto: Freisinger)
LEOBEN. Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer muss das Rektorat der Montanuniversität Leoben das Ableben von zwei großen und verdienten Persönlichkeiten der Montanuniversität bekannt geben.
Am Freitag, den 29. Juli 2016, verstarb Em.O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Dr.h.c. Franz Jeglitsch im Alter von 82 Jahren. Am Sonntag darauf, den 31. Juli 2016, verstarb Herr Em.O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Dr.h.c. Albert F. Oberhofer im 91. Lebensjahr.
Beide Personen haben sich als Hochschullehrer und Forscher an der Montanuniversität große Verdienste erworben, beide waren Rektoren an der Montanuniversität. In dieser Zeit haben sie sich in besonderer Weise für die Entwicklung ihrer Fachrichtungen und für die Entwicklung der Alma Mater eingesetzt.

Trauer um Franz Jeglitsch

Universitätsprofessor Franz Jeglitsch wurde 1973 zum Außerordentlichen Universitätsprofessor für Metallographie und metallkundliche Arbeitsverfahren ernannt, war dann Ordinarius für Technologie und Hüttenkunde der Nichteisenmetalle und wurde 1982 als Ordinarius für Metallkunde und Werkstoffprüfung berufen. Unter seiner Leitung wurde die Werkstoffforschung an der Montanuniversität Leoben in Lehre und in Forschung maßgeblich ausgebaut.
Jeglitsch war in den Jahren 1987 bis 1991 Rektor an der Montanuniversität. In sein Rektorat fallen die Begründung der Studienrichtungen Angewandte Geowissenschaften und Industrieller Umweltschutz, Entsorgungstechnik und Recycling. In der Zeit unter Rektor Jeglitsch wurde das Peter-Tunner-Gebäude umfassend neu gestaltet sowie das Hauptgebäude infrastrukturell ausgebaut.


Trauer um Albert Oberhofer

Universitätsprofessor Albert Oberhofer wurde 1963 als Universitätsprofessor für Wirtschafts- und Betriebswissenschaften berufen. Er war der erste Ordinarius des neu gegründeten Instituts für Wirtschafts- und Betriebswissenschaften. Auf das Wirken von Universitätsprofessor Oberhofer ist die betriebswirtschaftliche Ausbildung in allen Studienrichtungen der Montanuniversität zurückzuführen.Oberhofer hat das Institut zu einem bedeutsamen Partner der fachlich nahestehenden Industrie auf- und ausgebaut.
Universitätsprofessor Oberhofer war in den Jahren 1974 bis 1979 sowie in den Jahren 1991 bis 1995 Rektor der Montanuniversität. In seine Amtszeit fällt die Implementierung des Universitätsgesetzes 1993 und damit die Verantwortung für die Überführung in die erweiterte Autonomie. In seiner Amtsperiode als Rektor wurden die Institute für Struktur- und Funktionskeramik sowie das Institut für Automation gegründet. Für den wachsenden Raumbedarf ist es gelungen, Baugründe am ehemaligen Kasernengelände in der Peter-Tunner-Straße zu erwerben.


Einsatz und Weitsicht

Das Rektorat der Montanuniversität möchte seine tiefe Trauer über den Verlust der beiden hochgeschätzten und verdienten Persönlichkeiten zum Ausdruck bringen. Sowohl Universitätsprofessor Jeglitsch als auch Universitätsprofessor Oberhofer haben wesentlich zur Entwicklung ihrer Fachrichtungen beigetragen. Beide haben in ihrer Rektoratszeit in großer Weitsicht mit einem enormen persönlichen Einsatz und großer Verantwortung die Zukunft der Montanuniversität gestaltet. Beide waren auch nach ihrer Emeritierung der Montanuniversität in besonderer Weise verbunden.
Die Montanuniversität verdankt ihnen sehr viel, sie wird ihr Lebenswerk in ihrem Sinne weiterführen und sie in ehrendem Gedenken in Erinnerung behalten.
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