12.03.2016, 18:26 Uhr

Geschichte und Symbolik aus erster Hand

Kirchenführung in der Stadtpfarrkirche St. Xaver mit Msgr. Markus Plöbst.
Stadtpfarrer Markus Plöbst gewährte mit einer Führung durch die Stadtpfarrkirche St. Xaver einen interessanten Einblick in die Geschichte und Symbolik dieses "Schatzes" mitten in der Montanstadt.

LEOBEN. Durch die immensen Möglichkeiten der Information in unserer schnelllebigen Zeit wissen wir über vieles sehr gut Bescheid. Wir informieren uns online über Gebäude der ganzen Welt oder besuchen diese im Urlaub und nehmen an Führungen teil, um mehr darüber zu erfahren. Aber – Hand auf`s Herz – wie viel wissen wir über Kunstwerke in unserer unmittelbaren Umgebung?

Stadtpfarrkirche St. Xaver

In Zusammenarbeit mit dem MuseumsCenter Leoben lud Monsignore Markus Plöbst zu einer äußerst interessanten und kurzweiligen Führung in die Stadtpfarrkirche St. Xaver im Zentrum von Leoben. Der Stadtpfarrer verstand es – nicht zuletzt aufgrund seiner hervorragenden Rhetorik – mit Fachwissen, Details, feinem Witz und einigen Überraschungen sein Publikum für sich zu gewinnen. Nach einer kurzen geschichtlichen Zusammenfassung über die Jesuiten und deren Einfluss im frühen Leoben sowie Hinweise zu Bauzeit und
Baustil der Stadtpfarrkirche führte er die rund 50 Besucher durch das schöne, renovierte Holztor in das Innere von St. Xaver.

Kirchliche Symbolik


Im Innenraum der Kirche erläuterte Monsignore Plöbst dann den eigentlichen Aufbau einer Kirche. Er sprach über die kirchliche Symbolik und viele andere Details. So erfuhren die Besucher, dass das in St. Xaver verwendete Blattgold „nur“ in etwa dem Wert von zwei bis drei Golddukaten entspricht. Dieser Umstand veranlasste den Monsignore zu einem humorigen Zitat: „Wir in St. Xaver sind eigentlich bettelarm, aber steinreich!“
Weiters erfuhren die Zuhörer, wie wichtig die Ausrichtung einer Kirche wegen der richtigen Reflexion des Lichtes ist. Oder dass im Zuge der umfangreichen Restaurierung die Stadtpfarrkirche durch eine Begasung „holzwurmfrei“ gemacht wurde.
Ein Rundgang durch die geräumige Sakristei und die Besichtigung einiger prunkvoller Messgewänder ließen die knapp zwei Stunden dauernde Führung durch die Stadtpfarrkirche trotz der winterlich-kalten Temperaturen überaus rasch vergehen.
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