23.04.2016, 10:47 Uhr

Nachtschicht bei AT&S

WOCHE-Geschäftsstellenleiterin Bettina Thallmann, Vorstandsmitglied der AT&S Heinz Moitzi, Pressesprecherin AT&S Marina Konrad. (Foto: Baumgartner)
Bei der langen Nacht der Forschung öffnete der Leiterplattenhersteller seine Pforten.


Leoben-Hinterberg. „Was schätzen Sie wie dick ein Haar ist?“, eröffnete Heinz Moitzi, Vorstandsmitglied der AT&S, seine Führung durch die Firmenhallen. Etwa hundert Mikrometer misst ein menschliches Haar. Dies ist allerdings für den erfolgreichen Leiterplattenhersteller kein Maßstab. Ihre dünnste Leiterplatte hat gerade einmal zehn Mikrometer und ist mit dem freien Auge nur mehr schwer zu erkennen.

Industrie 4.0
Für die Herstellung der Leiterplatten sind bis zu 200 Arbeitsschritte nötig. Durch die vierte industrielle Revolution, Industrie 4.0, werden diese Abläufe zum großen Teil automatisiert. Die Kommunikation zwischen Programmen und Maschinen ist so präzise, wie es ein Mensch nicht sein kann. Jedoch müssen die Maschinen von sehr gut geschulten Mitarbeitern ständig überwacht und betreut werden. „Wir haben hier hochqualifizierte Jobs. Ich sehe eine gute Chance für Österreich global mitzuhalten, indem wir die Leute gut ausbilden“, sagt Moitzi.

Einsatz in Smartphones und Herzschrittmachern
Anschaulich wurde den Besuchern an verschiedenen Stationen die Forschung, Entwicklung und Produktion erklärt. In jedem einzelnen elektronischen Gerät, das wir tagtäglich nutzen, sind Leiterplatten zu finden. Produziert werden sie unter anderem für Smartphones, Spielkonsolen, Autos, Luftfahrt und Herzschrittmacher.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Neben den technischen Feinheiten beschreibt Heinz Moitzi das Engagement des Unternehmens für den Umweltschutz. Die AT&S achtet nicht nur auf kostengünstige sondern auch ressourcenschonende Maschinen sowie auf Einsparungen von Wasser und Kohlenstoffdioxid. An dem Ziel einen umweltschonenden Kreislauf der Materialien zu schaffen, werde bereits gearbeitet.

Zukunftsvisionen
Den insgesamt rund 300 Besuchern wurden zum Abschluss ihrer Führung Zukunftsvisionen dargestellt, die schon bald Realität werden dürften. In naher Zukunft kurven wir im selbstfahrenden Auto nach Hause und bekommen eine Meldung von unserem Kühlschrank, dass die Butter bald ausgeht.
MKB
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