22.04.2016, 10:56 Uhr

Trauungssaal in Leoben erstrahlt in neuem Glanz

Nach der Sitzung des Standesamtsverbandes zwischen Leoben und St. Peter/Freienstein besuchten die Sitzungsteilnehmer mit Bgm. Kurt Wallner (2.v.r.) und Bgm. Anita Weinkogl (2.v.l., sitzend) den neu renovierten Trauungssaal. (Foto: Freisinger)
LEOBEN. Nach dem Wasserschaden vom Vorjahr wurde der historische Trauungssaal generalsaniert und steht ab Mitte Mai für Trauungen wieder zur Verfügung. Bürgermeister Kurt Wallner und Amtskollegin Anita Weinkogl aus St.Peter-Freienstein besichtigten gemeinsam das Ergebnis, das durch Farbgebung und Einrichtung dem ursprünglichen Charakter aus dem 19. Jahrhundert nachempfunden wurde.

Wasserschaden im Trauungssaal

Im Juni 2015 wurde der Trauungssaal von Leoben durch einen Wasserschaden schwer beschädigt. Aufgrund der vorhandenen Stuckdekoration musste bei der Trocknung äußerst schonend vorgegangen werden. Allein die Trocknungsmaßnahmen dauerten fast sechs Monate.
Seit kurzem wurden die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen und der historische Saal steht ab Mitte Mai wieder für Hochzeiten zur Verfügung.

„Der Trauungssaal ist wunderschön geworden. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihr Engagement. Damit steht der Leobener Bevölkerung und auch den Gästen von auswärts ein glanzvoller Rahmen für ihre Hochzeiten zur Verfügung“, freute sich Leobens Bürgermeister bei der Besichtigung im Zuge der Standesamtsverbandssitzung mit St. Peter Freienstein.

Schaden als Chance

Der Schaden ergab die Chance, den aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammenden Saal in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt unter Beiziehung eines Restaurators nicht nur zu sanieren, sondern zu revitalisieren und den ursprünglichen Zustand und Charakter des Saales wiederherzustellen. Auf Basis des Restaurierungskonzeptes des Architekten Professor Franz Klary soll mit der Farbgebung und dem Anstrichsystem im Raum der Charakter des 19. Jahrhunderts nachempfunden werden. Auch wurden die im Raum befindlichen, historisch nicht nachgewiesenen, Stufen und Podeste entfernt. Im Detail wurde ein neuer Holzfußboden hergestellt und die Restaurierung der Stuckoberflächen nach denkmalkonformen Zielsetzungen durchgeführt. Damit konnte auch Barrierefreiheit im Raum erreicht werden. Auch bei der Möblierung sowie der Inneneinrichtung des „neuen Saales“ wurde versucht, dem seinerzeitigen Stil möglichst nahezukommen. So dekorieren nun Bilder und einige Möbelstücke der Zeit zwischen Klassizismus und Biedermeier als Leihgaben des städtischen Museums den Raum.
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