16.08.2016, 00:00 Uhr

Vom Apfel zum Saft

Die Äpfel des Eisenstraßen-Apfelsafts stammen von Hausgärten und Streuobstwiesen. (Foto: Foto Freisinger)

WOCHE-Serie GenussReich, Teil 11: Eisenstraßen-Apfelsaft aus Früchten traditioneller Sorten.

Schafsnase, Krummstiel, Bohnapfel – lauten die ungewöhnlichen Namen alter, traditioneller Apfelsorten. Sie wachsen in Hausgärten und bäuerlichen Streuobstgärten rund um den Reiting. In den vergangenen Jahren sind diese alten Sorten wieder in Mode gekommen und nicht nur bei Obstkennern beliebt.

Obstbaumpflege
Die Pflege der Bäume wird aber zusehends vernachlässigt, die Äpfel fallen von den Bäumen und verfaulen. „Für ältere Menschen ist es nicht leicht ihre Apfelbäume zu pflegen. Der jährliche Baumschnitt und das Äpfel klauben fällt schwer“ berichtet Katharina Dianat, Streuobstexpertin. Gemeinsam mit der Genussreich-Initiative startete Dianat 2012 das Projekt Eisenstraßen-Apfelsaft. „Die Idee war die Äpfel zum Saft zu verwerten und den ursprünglichen Besitzern wieder zurückzuführen. Die Streuobstwiesen der Region sollten wieder wertgeschätzt werden“ so Dianat. Das Projekt fand rasch Anklang und mittlerweile haben sich rund 10 Bauern und 25 private Haushalte daran beteiligt.

Verarbeitung
Zunächst pflückt der Besitzer oder auf Wunsch das Team des Eisenstraßen-Apfelsafts die reifen Äpfel. Anschließend kommen sie zu Familie Sommer-Stix zur Weiterverarbeitung. Sie werden gewaschen und zerkleinert. Mit der Packpresse kann das Team schließlich den Apfelsaft gewinnen. Um ihn haltbar zu machen, wird er noch stark erhitzt und naturtrüb abgefüllt.

Verkauf
Pro Jahr seien es etwa 5.000 Liter Apfelsaft, die hier entstehen. Ein Teil davon geht an die Besitzer retour, die anderen Apfelsaftflaschen gibt es in ausgewählten Läden des GenussReichs.
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