17.10.2016, 19:57 Uhr

Das graue Monster aus einer bösen Zeit......

Wien: Augarten | Das System der Wiener Flaktürme besteht aus insgesamt sechs Bauwerken, drei Gefechtstürmen mit jeweils einem Feuerleitturm. Die drei Bunkerpaare sind in einem Dreieck angeordnet, in dessen ungefährer Mitte sich der Stephansdom befindet. Die Türme sind unterschiedlich hoch, ihre oberen Plattformen sind aber exakt auf demselben Niveau, was eine Koordinierung der von den Radaranlagen (Feuerleitradar) ermittelten Daten erleichterte (zum Stand der deutschen Radartechnik zu dieser Zeit siehe Würzburg (Radar)).

Der maximale Einsatzradius der vier Hauptgeschütze (12,8-cm-Flak-Zwilling 40) jedes Turmes betrug unter idealen Bedingungen 20 km. Die kleineren Plattformen der Gefechts- und Feuerleittürme waren für 2 cm-Flugabwehrgeschütze vorgesehen, doch wurden sie in Wien niemals verwendet, da tief fliegende Flugzeuge in den letzten Kriegsjahren nicht mehr auftraten.

Neben ihrer militärischen Besatzung dienten die Flaktürme in Wien als provisorische Spitäler, beherbergten Radiosender und teilweise kriegswichtige technische Betriebe und boten in großem Umfang Luftschutzräume für die Bevölkerung. Die gut sichtbaren schweren Beschädigungen eines der beiden Türme im Augarten sind die Folge einer Explosion im Jahre 1946. Spielende Kinder haben damals rund 2000 Stück 12,8 cm-Granaten in Brand gesteckt. Die Explosion hob nicht nur das Dach des Bunkers – das anschließend in seine Bettung zurückfiel – sondern zerstörte auch die Fensterscheiben in weitem Umkreis. Eine Beseitigung der Türme unterließ man wegen der Nähe zur Wohnbebauung. Heutzutage wäre eine Entfernung der Türme durchaus möglich, inzwischen stehen aber alle sechs Bauten unter Denkmalschutz (nur für die beiden Flaktürme im Augarten existiert ein Bescheid (GZ 39.086/2/2000 vom 5. April 2000)).

Heute befinden sich die Türme teilweise im Besitz der Stadt Wien und teilweise im staatlichen Besitz. Es hat mehrmals Versuche gegeben, die Flaktürme umzubauen und nutzbar zu machen. Die Ideen reichen vom Depot für Sicherheitskopien wichtiger Daten bis zu einem Kaffeehaus oder Hotel.
Meine Bilder zeigen den schwer beschädigten Gefechtsturm im Augarten.

LG Kurt
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Erika Bauer aus Bruck an der Mur | 17.10.2016 | 20:03   Melden
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Heinrich Moser aus Ottakring | 17.10.2016 | 20:11   Melden
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Kurt Dvoran aus Schwechat | 17.10.2016 | 20:14   Melden
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Karl B. aus Liesing | 17.10.2016 | 20:24   Melden
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Anna Aldrian aus Graz-Umgebung | 17.10.2016 | 20:31   Melden
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Kurt Dvoran aus Schwechat | 17.10.2016 | 20:52   Melden
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Friederike Kerschbaum aus Neusiedl am See | 17.10.2016 | 21:14   Melden
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Alois Fischer aus Liesing | 17.10.2016 | 21:38   Melden
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Ferdinand Reindl aus Braunau | 17.10.2016 | 22:34   Melden
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Petra Maldet aus Neunkirchen | 17.10.2016 | 23:47   Melden
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Kurt Dvoran aus Schwechat | 18.10.2016 | 08:23   Melden
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Zoltán Odri aus Josefstadt | 18.10.2016 | 08:46   Melden
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Kurt Dvoran aus Schwechat | 18.10.2016 | 09:27   Melden
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Klaus Egger aus Kufstein | 18.10.2016 | 09:53   Melden
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Sylvia S. aus Favoriten | 18.10.2016 | 09:59   Melden
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Kurt Dvoran aus Schwechat | 18.10.2016 | 10:41   Melden
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Birgit Winkler aus Krems | 18.10.2016 | 12:47   Melden
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Kurt Dvoran aus Schwechat | 18.10.2016 | 17:53   Melden
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