11.07.2016, 16:55 Uhr

Der Therese-Krones-Park bleibt weiter geschlossen

Neos-Klubvorsitzender Christian Moritz ist enttäuscht über den immer noch geschlossenen Krones-Park am Nestroyplatz. (Foto: Neos)

Leopoldstädter Neos-Klubvorsitzender Christian Moritz kämpft für eine Wiedereröffnung der umzäunten Grünfläche.

LEOPOLDSTADT. Der Krones-Park wurde vor 13 Jahren wegen zu großer Lärmbelastung und Hundekots geschlossen. Einige Anrainer brachten Beschwerden über das ehemalige "Hundeklo" ein. Nun wurde ein neuerlicher Antrag seitens der Grünen und Neos, diesen Park wiederzueröffnen, in der Bezirksvertretersitzung abgelehnt. Die "Altparteien" stimmten gegen die Wieder-#+eröffnung der Grünfläche.
Der Leopoldstädter Neos-Klubvorsitzende Christian Moritz setzte daher auf ein Bürgerbeteiligungsverfahren. Der Vorschlag, dieses Anliegen an die Bezirksentwicklungskommission und somit an die Bürger der Leopoldstadt zu übergeben, wurde jedoch ebenfalls abgelehnt.

Durchzugsstraße Praterstraße

Für Moritz liegt ein Grund für den Antrag in der angrenzenden Praterstraße: "Die Praterstraße ist eine Durchzugsstraße. Was ausbleibt, ist ein Ort des Rückzugs. Obwohl der zweite Bezirk sehr gut mit Grünflächen bedient ist, darf man die kleineren Parks nicht außer Acht lassen", so Moritz.
Dass Wien eine Großstadt ist und Jugendliche gerne am Abend in Parks ihre Zeit verbringen und den Lärmpegel heben, sei für ihn selbstverständlich. Untertags würde durch den regen Verkehr auf der Praterstraße ohnehin keine zusätzliche Lärmbelastung auf die Anrainer zukommen. Trotzdem beharre die Mehrheit der Bezirksvertreter auf den Fakt, dass der Park "damals geschlossen wurde". Was etwas verwundert: Trotz kompletter Umzäunung wird der Park offensichtlich weiterhin gepflegt. Von einer Verwilderung ist nichts zu sehen. "Der Krones-Park war zum Zeitpunkt seiner Schließung ein Hundeklo. Wir hoffen durch die Sanierung des Nestroyplatzes und mithilfe der Bürger, den Park umzuwandeln und zu sanieren", so Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Uschi Lichtenegger.

Vorteil für die Wirtschaft

Vor einiger Zeit dachte unter anderem auch die Geschäftsführung des Galaxy Towers daran, den Krones-Park zu nutzen. Die Angestellten im Turm könnten so ihre Pause an die frische Luft verlagern. Bei dem geplanten Umbau des Nestroyplatzes würde sich laut Moritz eine Vergrößerung des Krones-Parks anbieten.
Von dieser Attraktivierung des Nestroyplatzes würde auch der Kunstraum Nestroyhof, mit dem Theater Hamakom, profitieren. "Der Bezirk hat sich in den letzten 15 Jahren toll entwickelt", so der Neos Klubvorsitzende. Die Befürchtung, dass der Krones-Park unter Umständen zubetoniert und für etwas anderes als Grünfläche verwendet werden könnte, besteht bei Christian Moritz.
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