06.09.2016, 08:57 Uhr

Ursula Poznanski: Die J.K. Rowling aus Rodaun

Ursula Poznanskis Bücher wurden unter anderem mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. (Foto: Jeff Mangione)

Bestseller-Autorin aus Rodaun: Ursula Poznanski beschäftigt sich in ihrem neuen Buch mit Drohnen.

LIESING. Erebos, Saeculum, Layers. Bücher von Ursula Poznanski haben ungewöhnliche Titel. Zumindest ihre Jugendbücher. Oder besser: Die Bücher, die sie für Jugendliche schreibt, die aber trotzdem auch von Erwachsenen gelesen werden. Mit diesem Erfolgskonzept – das auch Harry Potter zum Erfolg geführt hat – ist sie eine der wenigen Schriftstellerinnen, die vom Schreiben leben können.

Nun ist ihr neues Buch Elanus erschienen. Ein Buch über Drohnen, Überwachung, Manipulation und ein 17-jähriges Genie.

Die Idee dazu kam, als sie einen Artikel darüber gelesen hat, dass Amazon Päckchen mit Drohnen ausliefern will.

In Ihren Büchern steht oft ein modernes Technik-Element im Mittelpunkt. In Erebos war es ein Computerspiel, jetzt sind es Drohnen. Wie kommt das?

URSULA POZNANSKI: Ich bin kein Technik-Freak oder so. In Wahrheit kenne ich mich ganz schlecht aus. Aber ich finde solche Dinge sehr spannend und kann selber darüber staunen. Und es ist ein Feld, das literarisch noch relativ unbeackert ist. Da ist es einfacher, neuartige Geschichten zu entwickeln.

Hat man keine Angst, Schwachsinn zu schreiben, wenn man technisch nicht bewandert ist?

Es ist natürlich sehr dünnes Eis. Aber ich schließe mich mit Experten kurz oder schaue mir als Vorbereitung Youtube-Videos ab. Und ich entwickle quasi meine eigenen Dinge. Das Computerspiel aus Erebos könnte es jetzt noch nicht geben, die Datenbrille aus Layers ist auch technisch noch nicht möglich. Für mich ist das wie ein Sprung in die Zukunft. Ich behandle die technischen Devices wie magische Objekte.

Ihre Bücher werden von Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen gelesen. Welchen Leser haben Sie denn vor Augen, wenn Sie ein Buch schreiben?
Ich schreibe einfach, was ich selbst gerne lesen würde, was ich spannend finde. Ich bin also mein eigener Maßstab. Das ist zwar riskant, aber bis jetzt funktioniert es.

Sie haben es immerhin geschafft, von der Schriftstellerei leben zu können.
Das ist etwas, mit dem man nicht rechnen kann. Es gehört natürlich Fleiß und Talent dazu, aber auch eine riesige Portion Glück.

Sie schreiben zwei bis drei Bücher pro Jahr – auch für Erwachsene. Wird das mit der Zeit nicht schwierig?
Man darf nicht vergessen, dass ich das hauptberuflich mache. Es reicht also theoretisch, wenn ich drei bis vier Seiten pro Tag schreibe. Und die Ideen gehen mir tatsächlich noch nicht aus. Wenn ich Artikel lese oder spannende Dinge entdecke, beginnt es in mir zu arbeiten und ich überprüfe alles auf eine mögliche Romantauglichkeit.

Sie sind Wienerin. Ihre Bücher spielen aber meist in anderen Ländern bzw. Städten.
Nicht immer. Meine Eleria-Trilogie spielt in einem zerstörten Wien. Als Insider kann man erkennen, welche Orte ich bei der Beschreibung vor Augen hatte. Die Katakomben kommen vor oder der Prunksaal der Nationalbibliothek. Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht, Wien herzunehmen und es ein bisschen kaputt zu machen.

Ist eine Filmadaption Ihrer Bücher in Planung?
Die Trilogie ist optioniert. Aber das heißt in Wahrheit noch nichts. Aber ich würde es natürlich spannend finden.

Gewinnspiel

Inhalt von Elanus: Der 17-jährige Jona ist seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz betrifft – dadurch stößt er auf Ablehnung. Er lässt eine selbstkonstruierte Drohne auf seine Neider los, um sie auszuspionieren. Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr. Wir verlosen drei Exemplare.

Die Aktion ist bereits beendet!

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