06.04.2016, 10:17 Uhr

Weißt du, was Stress mit dir macht?

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn - Stress.
Auch wenn das Empfinden von Stress äußerst subjektiv ist, die Reaktionen im Körper laufen dabei immer gleich ab.

In einer Stresssituation übernimmt sofort dein Stammhirn das Kommando. Es ist der entwicklungsgeschichtlich älteste Teil des Gehirns und lässt dich unmittelbar auf eine vermeintlich tödliche Gefahr reagieren. Logisches Denken oder konzentriertes Lernen sind dir jetzt nicht mehr möglich, du befindest dich im "Kampf oder Flucht"-Modus. Dein Herzschlag erhöht sich, um mehr Blut in die Arme und Beine zu pumpen. Deine Kiefermuskulatur spannt sich an, um das Kiefer vor Schlägen zu schützen. Du merkst vielleicht selber, dass manchmal, nach einem anstrengenden Tag dein Gesicht total verspannt ist. Wenn du in dieser Situation aber eine mündliche Prüfung ablegen oder einen Vortrag halten musst, kann es schon sein, dass dir das Sprechen auch wegen des angespannten Kiefers schwer fällt.
Deine Augen bekommen den Befehl die Umgebung auf mögliche Gefahren abzusuchen. Das Fokussieren auf einen Text vor dir wird dir nicht mehr möglich sein. Blöd, wenn du aber die Angabe für eine Schularbeit lesen und verstehen sollst.

Die Muskeln und Sehnen in deinen Beinen sind angespannt, denn du sollst schnellstmöglich weglaufen können. Tust du das nicht, bleibt die Spannung erhalten und deine Muskeln und Sehnen verkürzen sich. Dadurch ändert sich deine Körperstatik und du spannst deinen Rücken und den Nacken an, um das Gleichgewicht halten zu können. Auf Dauer bekommst du davon Rückenschmerzen und im schlimmsten Fall sogar Probleme mit den Bandscheiben.

Das Blut, das deinen Muskeln zur Verfügung gestellt wird, wird unter anderem deinem Verdauungssystem abgezogen, das heißt, dort herrscht für einige Zeit Stillstand. Ich mutmaße, dass viele Kinder deshalb öfter Bauchweh haben.
Damit du genügend Energie für Kampf oder Flucht hast, sorgt Kortisol dafür, dass Fett und Zucker ins Blut abgegeben werden. Verbrauchst du das Fett nicht, lagert es sich wieder im Körpergewebe an und du wunderst dich, warum deine Hosen immer enger werden.

Das Kortisol verringert auch die Eiweißaufnahme in deinem Körper, da Eiweiß nicht so schnell Energie liefert wie Kohlenhydrate. Dadurch fehlen dir aber wichtige Bausteine für das Wachstum neuer Körper- und vor allem Nervenzellen. Verschiedene Untersuchungen haben sogar ergeben, dass ein konstant hoher Kortisolspiegel zum Absterben von bestimmten Nervenzellen führt und so demenzähnliche Symptome hervorruft.
Um diese ganzen Reaktionen ablaufen zu lassen, benötigt dein Stammhirn ungefähr fünf hundertstel Sekunden. Und mit jedem Mal, wo sie ausgelöst werden, verfestigen sich die Reaktionen im Körper, sodass schon allein der Gedanke an ein belastendes Erlebnis ausreicht, um sie hervorzurufen.

Was du tun kannst, um den Stress zu reduzieren:

Die einfachste Möglichkeit ist Bewegung!
Dabei musst du gar nicht stundenlang Sport treiben, oft hilft es schon, wenn du eine Runde spazieren gehst. Du kannst aber auch tanzen, schwimmen, Trampolin springen, .... je mehr Spaß du dabei hast, umso besser.
Den im Körper gespeicherten Stress kannst du mit Hilfe der Kinesiologie einfach und gezielt auflösen.

Bei Kindern kann man Schul- und Lernstress verhindern, indem man mit ihnen typgerecht lernt und ihr Gehirndominanzprofil berücksichtigt. Haben sich schon Lernblockaden manifestiert, können auch sie mit kinesiologischen Methoden behoben werden.
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