03.06.2016, 21:27 Uhr

Täglich kommt der Fuchs zur Ennstaler Hütte ...

Gstatterboden: Ennstaler Hütte | ... und er kommt nicht umsonst. Er wird dort von der charmanten Hüttenwirtin Christina erwartet und verwöhnt.

Dieser mutige Geselle weiß schon lange, dass es dort für ihn keinen Hahn und keine Henne als leckere Stärkung vor dem Schlafengehen gibt. Er hofft, und das mit Recht, auf die große Tierliebe der Hüttenwirtin, die ihn täglich mit Leckerchen versorgt.

Am 28. Mai 2016 entstanden die Fotos und an diesem Abend hatte er einen so großen Hunger, dass ich mir über seine schlanke Linie Sorgen mache. Hoffentlich, wenn er bis Ende Oktober weiter jeden Abend so viel frisst, bleibt er nicht eines Tages beim Eingang in seine Höhle stecken.

FUCHS [hebräisch: schuʽál; griechisch: alṓpēx].

"Ein hundeartiges Tier, das an seiner spitzen Schnauze, seinen großen, aufgerichteten, dreieckigen Ohren und seinem buschigen Schwanz zu erkennen ist. Der Fuchs ist für seine Verschlagenheit bekannt, und vielleicht bezog sich Jesus Christus auf diese Eigenschaft, als er von König Herodes als von „diesem Fuchs“ sprach (Lukas 13:32).

Um seinen Feinden zu entkommen, verläßt sich der Fuchs eher auf seine Schläue als auf seine Schnelligkeit, obgleich er, wie berichtet wird, auf kurzer Strecke eine Geschwindigkeit von über 70 km/h erreichen kann.

Als Jesus Christus einen Mann, der ihm nachzufolgen wünschte, darüber aufklärte, was dies mit sich bringen würde, lenkte er dessen Aufmerksamkeit auf die Tatsache, daß Füchse Höhlen hätten, wohingegen der Sohn des Menschen keine Stätte habe, um sein Haupt niederzulegen (Matthäus 8:20; Lukas 9:58).

Wenn sich Füchse nicht eine natürliche Fels- oder Erdspalte bzw. den verlassenen oder gewaltsam eingenommenen Bau eines anderen Tieres zunutze machen, graben sie gewöhnlich selbst eine Höhle, die sie dann als Bau benutzen.

"Wie Naturforscher festgestellt haben, ist der Fuchs in Wirklichkeit bei weitem kein so schlimmer Geflügeldieb, wie man ihn darstellt. Er ernährt sich von Insekten, Nagetieren und anderen kleinen Tieren sowie von Vögeln, Aas, Gras und Früchten (Hohelied 2:15).

F. Hasselquist, ein Naturforscher aus dem 18. Jahrhundert, berichtete, dass man in der Umgebung von Bethlehem und anderswo Maßnahmen ergreifen musste, um sich vor Füchsen zu schützen, die zur Zeit der Traubenreife über die Weingärten herfielen (Voyages and Travels in the Levant, London 1766, S. 184).

Viele sind der Ansicht, dass in Psalm 63:10, wo von Füchsen die Rede ist, denen Erschlagene zur Beute werden, der Schakal gemeint sei. Die Wiedergabe mit „Füchse“ ist jedoch nicht unangebracht, wenn man bedenkt, dass sich Füchse auch von Aas ernähren.

Die Bibel spricht davon, dass Füchse an verödeten Stätten, ja in Ruinen, fern von menschlichen Behausungen, wohnen (Klagelieder 5:18; Hesekiel 13:4). Sie berichtet auch von Simson, der 300 Füchse benutzte, um das Getreide, die Weingärten und die Olivenhaine der Philister in Brand zu setzen (Richter 15:4, 5), und von Tobija, dem Ammoniter, der spöttisch sagte, ein Fuchs könne die Mauer, die die zurückgekehrten Juden wieder aufbauten, niederreißen (Nehemia 4:3). Quelle: "Einsichten, Band 1", Herausgeber Jehovas Zeugen (auszugsweise)

Da der fotografierte Fuchs im Nationalpark Gesäuse wohnt, darf er, laut Aussage der Hüttenwirtin Christina nicht geschossen werden. So bleibt zu hoffen, dass sich noch viele Gäste der Ennstaler Hütte am Besuch des mutigen Fuchses erfreuen können.

Siehe auch: http://www.meinbezirk.at/liezen/wirtschaft/oststei...

und: http://www.meinbezirk.at/liezen/freizeit/ein-morge...
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Hedy Busch aus Horn | 03.06.2016 | 23:01   Melden
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Petra Maldet aus Neunkirchen | 03.06.2016 | 23:08   Melden
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Harald Schober aus Weiz | 04.06.2016 | 13:03   Melden
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Elke Kusnitzius aus Reutte | 04.06.2016 | 17:38   Melden
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Harald Schober aus Weiz | 04.06.2016 | 17:44   Melden
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Elke Kusnitzius aus Reutte | 04.06.2016 | 17:49   Melden
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Harald Schober aus Weiz | 04.06.2016 | 20:19   Melden
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Elke Kusnitzius aus Reutte | 05.06.2016 | 19:47   Melden
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