28.06.2016, 12:16 Uhr

Bezirk erneut Pilotregion

Albert Royer, Mario Brandmüller, Mario Lindner und Armin Forstner bei der Pressekonferenz. (Foto: BLO24)

Das RML Liezen hat neue Ideen zur Stärkung der regionalen Wirtschaft vorgestellt.

In der Sitzung des Regionalvorstandes des Bezirks Liezen wurde beschlossen, das Erfolgsmodell eines Arbeitgeberzusammenschlusses (AGZ) auch im heimischen Bezirk als Pilotregion umzusetzen.
Bei einem AGZ gründen verschiedene Betriebe ein Unternehmen, welches Personal gemeinsam einstellt und verwaltet. Auf diesem Weg können die Betriebe ihren steigenden Bedarf an Arbeitskräften – vor allem zu Spitzenzeiten, bei Auftragsschwankungen oder in der Saison – optimal abdecken.
"AGZ können als Selbsthilfeinstrument verstanden werden, das auch kleinen Unternehmen die Bindung von Fachkräften und ein professionelles Personalmanagement ermöglicht", so der Vorsitzende des RML Mario Lindner.

Neue Arbeitsplätze
Für Arbeitnehmer, die bislang nur geringfügig angestellt waren, werden nun Teilzeit- oder Vollzeitstellen mit beruflicher Perspektive geschaffen.
Das Resultat: Fach- und Arbeitskräfte können langfristig an Unternehmen in der Region gebunden werden.

Erfolgreiches Modell
Es entstehen sozialversicherungsrechtlich abgesicherte Arbeitsplätze. Davon profitieren sowohl der Arbeitsmarkt als auch die Region Liezen. "Es geht also um die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen durch geteilte Arbeit", erklärt Armin Forstner, stellvertretender Vorsitzender des RML.
Von diesem Arbeitsmodell, das bereits in Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien und einigen anderen EU-Ländern sehr erfolgreich angewandt wird, profitieren vor allem strukturschwache Regionen, indem attraktive Arbeitsplätze direkt in den Gemeinden entstehen.

Ewiges Thema
Des Weiteren standen die beiden Verkehrsknotenpunkte in Trautenfels und Liezen auf der Agenda. "Trautenfels ist im nächsten Jahr fertig, ich gehe davon aus, dass dort heuer schon etwas passieren wird", kündigt Lindner an.
In Liezen stehen derzeit zwei Varianten zur Diskussion: eine Umfahrung oder eine Unterführung. „Man muss mit dem Land, Verkehrsexperten und der Baubezirksleitung reden, auch von den Kosten her“, sagte Lindner.
Ebenso diskutiert wurde bei der Pressekonferenz unter anderem über das Thema Mobilität im ländlichen Raum und über den Ausbau des Ennsradwegs R7.
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