30.08.2016, 13:03 Uhr

"How to Tomato" - Tipps rund um die Paradeiser

(Foto: BilderBox)

Österreichs beliebtestes Gemüse hat derzeit Hochsaison. In den Glashäusern, Folientunneln und Privatgärten ist die Ernte in vollem Gange. Der Schladminger Verein "Land schafft Leben" gibt Tipps für die Aufbewahrung daheim.

Damit Tomaten nicht nur gut aussehen sondern auch schmecken, sollten sie nicht im Kühlschrank landen. Dort verlieren sie nämlich Aroma. Für die Erzeuger ist die Auswahl der Sorte wichtig.

Die Lagerung
Von anderen Obst- und Gemüsearten sollen Tomaten ferngehalten werden. Wie Äpfel scheiden sie das Reifegas Ethylen aus, das nebenan gelagertes Obst und Gemüse schneller verderben lässt. Im Hochsommer ernten viele Hobbygärtner am Land und in der Stadt. Dabei ist zu beachten, dass unreife Tomaten das leicht giftige Solanin enthalten. Es ist außerdem in der Rispe sowie im Stielansatz. Dieser sollte deshalb vor dem Verzehr entfernt werden.

Optimierte Paradeiser
Bei der Züchtung steht der Geschmack im Mittelpunkt. Das Image der „Wasserbombe“ legt das Gemüse zumindest in Österreich immer mehr ab. Die Samen für fast alle in Österreich angebauten Tomatenpflanzen kommen von wenigen internationalen Züchtern, egal ob im Erwerbsanbau oder Privatgarten, egal ob konventioneller oder Bio-Anbau.

Wegwerf-Samen
Aus den Samen von Hybridsorten könnten Gärtner und Bauern im nächsten Jahr selbst Pflanzen heranziehen, sie würden aber nicht das gewünschte Ergebnis erhalten. Aufgrund des komplexen Zuchtverfahrens hat nur die jeweils vom Züchter verkaufte Generation an Tomatenpflanzen die optimierten Eigenschaften.
Die Tomatenjungpflanzen beziehen die Bauern oder Gärtner zum Teil von österreichischen Produzenten, die den Bedarf aber nicht decken können. Viele Jungpflanzen kommen per LKW aus den Niederlanden. Mit dem Projekt „Bauernparadeiser“ wollen einige österreichische Bio-Bauern Tomaten für den Erwerbsanbau wieder selbst züchten und vermehren. Auch im Bio-Anbau sind Hybridsorten erlaubt. Bio-Saatgut ist vorgeschrieben, außer wenn es nicht ausreichend am Markt verfügbar ist.
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Dolores Sulzer aus Liezen | 01.09.2016 | 11:28   Melden
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