12.05.2016, 18:46 Uhr

Geht der Menschheit das Wasser aus?

Wienerbruck: Ötschergräben | Bis 2050 wird einer von vier Menschen in einem Land leben, wo chronische Wasserverschmutzung oder Wassermangel herrscht.

„Der Zugang zu sauberem, gesundem und ausreichendem Trinkwasser ist eine Grundvoraussetzung für das Überleben, den Wohlstand und die sozio-ökonomische Entwicklung der ganzen Menschheit. Aber noch immer handeln wir so, als ob Trinkwasser für immer und reichlich vorhanden wäre. Das ist nicht so“ (KOFI ANNAN, UN-GENERALSEKRETÄR).

"SEIT etwa 1 000 Jahren tritt in der spanischen Stadt Valencia jeden Donnerstagmittag ein einzigartiges Tribunal zusammen. Es hat die Aufgabe, Streitigkeiten um Wasser zu schlichten.

Die Bauern in der fruchtbaren Ebene von Valencia sind darauf angewiesen, ihre Felder zu bewässern. Hierfür benötigen sie reichlich Wasser — ein Gut, das in diesem Teil Spaniens schon immer knapp gewesen ist. Wenn ein Bauer meint, er sei bei der Wasserverteilung nicht angemessen berücksichtigt worden, kann er das Tribunal anrufen. Streitigkeiten um Wasser sind an sich nichts Neues, aber selten werden sie so gerecht beigelegt wie in Valencia.

Die Fotos entstanden in den Ötschergräben bzw. in und um Bad Tatzmannsdorf.

Vor rund 4 000 Jahren stritten sich einige Hirten heftig um einen Brunnen in der Nähe von Beerscheba in Israel (1. Mose 21:25). Seitdem ist die Wassersituation im Nahen Osten noch viel kritischer geworden. Wenn es ums Wasser ginge, sagten mindestens zwei prominente Führer in dieser Region, wären sie sogar bereit, einem Nachbarland den Krieg zu erklären.

In semiariden Ländern hat Wasser die Gemüter schon immer sehr bewegt. Das ist nicht schwer nachzuvollziehen, denn Wasser ist einfach lebenswichtig. Kofi Annan brachte es wie folgt auf den Punkt: „Trinkwasser ist kostbar: Ohne Wasser können wir nicht leben. Es ist unersetzlich und es ist anfällig: Die Tätigkeit des Menschen hat tiefgreifende Auswirkungen darauf, wieviel frisches Trinkwasser wir haben und wie gut es ist.“

Heute sind die Süßwasservorräte unseres Planeten sowohl in ihrer Quantität als auch ihrer Qualität stärker gefährdet als jemals zuvor. Wir sollten uns nicht davon täuschen lassen, dass man in einigen Teilen der Welt das Glück hat, scheinbar unerschöpfliche Wasservorräte zu besitzen", berichtet die Zeitschrift Erwachet!

Nicht jeder wird sich über den Regen der letzten Tage freuen bzw. manche Freizeitaktivität wird durch den bevorstehenden Regen durchkreuzt. Aber ein bisschen Regen zuviel ist allmal besser als zu wenig. Meinen Sie nicht auch?
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