14.04.2016, 08:03 Uhr

Auf der Jagd nach Verkehrssündern

Die Zugmaschine wird von zwei Prüfern genau unter die Lupe genommen.

Die Bezirksblätter begleiteten die Exekutive bei einer Schwerpunktkontrolle in Hainfeld.

HAINFELD (mg). Ein kühler Wind bläst Mittwochfrüh am Bahnhofsgelände in Hainfeld. Trotzdem wird in den nächsten Stunden so mancher Brummifahrer ins Schwitzen kommen. Denn der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Christian Filzwieser und sein Team beziehen mit dem Lkw-Prüfzug Stellung.

"Keine Abzocke"
"Wir kontrollieren den technischen Zustand der Fahrzeuge und ob der Lenker die Ruhezeiten eingehalten hat. Und natürlich haben wir potentielle Mautflüchtlinge im Visier", so Filzwieser. "Es handelt sich also keineswegs um Abzocke, wie oft behauptet wird, sondern um Kontrolle gesetzlicher Bestimmungen."

Aktion läuft an
Wenig später stoppen die Beamten den ersten Lkw auf der Bundesstraße und geleiten ihn zum Prüfzug. Optisch sieht der Sattelschlepper fast neuwertig aus. "Das kann täuschen", weiß Prüfer Thomas Krieg, "die Zugmaschinen haben oft über zwei Millionen Kilometer am Tacho, mit entsprechenden technischen Mängeln. Doch das sieht man ihnen am ersten Blick nicht an."

Erster Mautflüchtling
Der Fachmann sollte recht behalten. Mehrere Mängel tauchen beim Check auf. Währenddessen überprüfen die Polizeibeamten die Papiere. "Er hat morgens in Radlberg bei einer großen Firma geladen und war am Weg in die Heimat nach Bosnien-Herzegowina. Der direkte und legale Weg wäre über die Autobahn. Doch er wollte offensichtlich die Maut sparen und versuchte sein Glück durch unseren Bezirk", berichtet der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Christian Filzwieser. Über 900 Euro Strafe kommen auf diese Weise zusammen, die der Lenker an Ort und Stelle in bar zahlen muss, bevor er weiterfahren darf.
Für den Nächsten am Prüfzug, einen ungarischen Sperrmüllsammler, endet die Fahrt an Ort und Stelle. Die Prüfer stellen mehrere schwere Mängel an seinem betagten Kleintransporter fest, die Kennzeichen werden abgenommen. "Das Fahrzeug ist nicht verkehrssicher, er gefährdet damit sich und andere Verkehrsteilnehmer", erklärt Filzwieser, auch wenn es der Ungar nicht einsehen will. Bis zum Abend gehen den Prüfern noch mehrere Verkehrssünder ins Netz. "Man sieht, dass diese Aktionen absolut notwendig sind. Wer sich an die Gesetze hält, hat auch nichts zu befürchten", so Filz-wiesers Fazit.
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