09.06.2016, 10:03 Uhr

EM-Fieber grassiert in Lilienfeld

Florian Klein, Rubin Okotie, György Garics und Martin Harnik trauen die Lilienfelder den Einzug ins Viertelfinale zu. (Foto: Wurglitz)

Die Bezirksblätter befragten die Fußballexperten der Region nach ihren Europameisterschafts-Favoriten.

BEZIRK LILIENFELD. Am Freitag ist es endlich so weit, die Fußball-Europameisterschaft wird in Paris feierlich eröffnet. Ein Tag, den Österreichs Fußballfans schon lange herbeisehnen. Uneinigkeit herrscht unter Lilienfelds Experten nur bei der Frage, wer den Titel holen wird.

"Heimvorteil entscheidet"
Einer, der weiß wovon er spricht, ist der Hainfelder Patrick Bruche. In seiner Glanzzeit als Torhüter der St. Pöltner Wölfe brachte er auch abgebrühte, bundesligaerfahrene Stürmer des Gegners zur Verzweiflung. "Ich sehe den Heimvorteil als entscheidenden Vorteil für die Franzosen. Sie bilden zudem ein gutes Kollektiv und sind daher mein Favorit auf den Titel."

"Eine enge Geschichte"
Auch für Gerhard Fügl, Obmann des WSV Traisen, ist Frankreich ein heißer Kandidat: "Ich glaube, dass einige Mannschaften ganz eng beieinander sind. Frankreich, England, Spanien, mit Außenseiterchancen Belgien und nie zu vergessen auch Deutschland oder Italien. Letztendlich wird aber glaub ich der Heimvorteil für Frankreich entscheiden."
An Österreichs Kicker hat er einen besonderen Wunsch: "Österreich traue ich zu, bis ins Viertelfinale vorzustoßen. Wobei ich hoffe, dass wir dabei schon im Achtelfinale Deutschland rausschmeißen", so der Traisner Fußballexperte.

Geheimfavorit Belgien
Lilienfelds Bürgermeister und Präsident des Fußballvereins der Bezirkshauptstadt, Herbert Schrittwieser, hat, ebenso wie der Obmann des SV Hohenberg, Hans Sturm, einen anderen Tipp: "Aus meiner Sicht gibt es keinen wirklichen Favoriten, da die üblichen Top-Teams wie Deutschland, Frankreich, Spanien alle Probleme haben. Ich tippe daher auf Belgien. Aber auch von Österreich erwarte ich ein gutes Abschneiden", erklärt Herbert Schrittwieser.
Während der Europameisterschaft könnte es in vielen Lilienfelder Wohnzimmern zu Störungen des Hausfriedens kommen, denn nicht jede Lebensgefährtin ist fußballbegeistert. Eine Lösung für dieses Problem fand Karl Gollner: "Meine Frau bekommt einen Thermengutschein für ein Wochenende mit ihrer besten Freundin. Währenddessen kann ich mir mit Freunden die Matches in aller Ruhe im heimischen Patschenkino ansehen. Wir haben aber auch einen zweiten Fernseher im Haus." Sein Tipp für die EM, den er mit überraschend vielen befragten Lilienfeldern teilt: "Mir ist egal, wer den Titel holt. So lange es nicht Deutschland ist."

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