23.08.2016, 10:24 Uhr

"Ich habe meine Arbeit immer gerne gemacht"

Das Fleischer-Ehepaar Friedrich und Elisabeth Fink sagen, zusammen mit Hannelore Gauppmann (Bildmitte), zum Abschied leise "Servus".

Mit Ende August geht der letzte verbleibende Fleischer in Hainfeld in Pension. Und mit ihm ein Stück Geschichte.

HAINFELD. "Früher gab es drei Fleischhauer bei uns in Hainfeld", erinnert sich Fleischermeister Friedrich Fink, "und heute bin ich der letzte hier."
Der Wandel der Zeit lässt ein Gewerbe aussterben, welches vor 50 Jahren noch in jedem Dorf zu finden war. "Den Beruf, den ich damals gerlernt habe, findet man heutzutage nicht mehr. Ich bin immer selbst zu den Bauern gefahren, habe mir die Tiere ausgesucht, sie hertransportiert, geschlachtet, verarbeitet und schließlich im Geschäft verkauft", so Fink.

Vieles hat sich verändert
Nicht nur das Ess- und Einkaufsverhalten der Menschen, sondern auch das zunehmende Innenstadtsterben hat das viel zitierte Fleischersterben eingeleitet. "Supermärkte und Diskonter bieten an den Stadträndern nicht nur freie Parkplätze, Warenvielfalt und günstige Preise sondern zum Teil auch gute Qualität", gibt Fink zu verstehen. "Es ist der Wandel der Zeit, welcher nicht nur uns Fleischer zu schaffen macht. In dieser Zeit ist einfach kein Platz mehr für Kleinbetriebe."

Zum Abschied ein Danke
"Ich habe meine Arbeit immer gerne gemacht und es war stets mein Ziel, meine Kundschaft zufriedenzustellen. Ich bin sehr dankbar für all jene, die uns über die Jahre die Treue gehalten haben", zieht Fink ein positives, wenngleich auch mit ein wenig Wehmut behaftetes Resümee.
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