04.08.2016, 10:18 Uhr

Urlaub vor der eigenen Haustür

Franz Friedmann und Enkerl Tobias füttern lieber Kois im eigenen Biotop anstatt an einem Strand zu brutzeln.

Lieber Balkonien und Gartenidylle als Terrorangst scheint 2016 das Sommer-Motto zu lauten.

BEZIRK LILIENFELD. Auf's große Reisen haben viele Menschen keine Lust mehr. Terror in den Touristenhochburgen, die damit verbundenen strengen Flughafenkontrollen und letztendlich Abzocke in den alternativen Urlaubsorten – da sucht man sich lieber ein schönes Plätzchen zuhause. Die Bezirksblätter besuchten Lilienfelder, die sich ihr eigenes Urlaubsparadies geschaffen haben.

Kein Urlaubsstress
Franz Friedmann zieht es nicht an den Ballermann in Mallorca mit Tausenden lärmenden deutschen Touristen. Er genießt die Ruhe mit der Familie vor der eigenen Haustür. "Vielleicht unternehmen wir Tagesausflüge, etwa in den Tierpark Haag. Aber den Großteil meines dreiwöchigen Urlaubs verbringe ich daheim", erzählt der Rohrbacher. Enkerl Tobias kommt gerne zu Besuch. Fische füttern im Biotop ist eine seiner Lieblingsbeschäftigungen.

Der Garten ruft
Aber auch im Traisental zieht es nicht jeden in die Ferne. "Wir leben in einem Bezirk, der vor allem im Sommer mit einer wunderbaren Natur unzählige Wochenendurlauber anzieht. Warum also sollte ich mich in so einen Touristenbomber quetschen und in überfüllte Urlaubsorte fliegen", fragt Hermann Malicek, entspannt in seinem schattigen Garten sitzend. Der 39-Jährige ist ohnehin kein Freund von großen Menschenansammlungen. "Der Urlaub soll Entspannung bringen. Es würde mir im Traum nicht einfallen, auch noch dafür zu bezahlen, in einem dieser All-inclusive-Hotelbunker eingesperrt zu sein. Von möglichen Anschlägen ganz zu schweigen".
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