02.10.2016, 18:46 Uhr

Spinnenseide

Wienerbruck: Ötschergraben | Sie ist leichter als Baumwolle und belastbarer als Stahl. Seit Jahrzehnten wird die Seide der Radnetzspinnen intensiv erforscht. Das größte Interesse gilt dabei dem Abseilfaden.
Um Kunstfasern wie Kevlar herzustellen, braucht man hohe Temperaturen und organische Lösungsmittel. Spinnenseide dagegen entsteht bei Raumtemperatur und unter Verwendung von Wasser als Lösungsmittel. Der Abseilfaden ist zudem stabiler als Kevlar. Würde man ein daraus gewebtes Netz auf die Fläche eines Fußballfeldes vergrößern, könnte man damit einen fliegenden Jumbojet aufhalten!

Solche Spinnfäden künstlich herzustellen ist aber gar nicht so einfach, denn das Material entsteht im Körper der Spinne, und dieser Prozess ist noch nicht völlig enträtselt. Die Biologin Chery Y. Hayashi wird in der Zeitschrift Chemical & Engineering News mit den Worten zitiert: „Man kommt sich ganz schön klein vor, wenn einem bewusst wird, dass eine Menge kluger Köpfe alle Mühe haben, etwas nachzumachen, was die Spinnen in unserem Keller ganz natürlich produzieren.“

Die Spinne und ihr Seidenfaden – fester als Stahldraht – kann nicht durch Zufall ins Dasein gekommen sein. Offensichtlich war hier ein intelligenter Schöpfer und Designer am Werk.

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Ferdinand Reindl aus Braunau | 02.10.2016 | 22:15   Melden
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Harald Schober aus Weiz | 08.10.2016 | 17:29   Melden
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