14.03.2016, 11:26 Uhr

Biobauern von La Palma unterstützen Permakultur-Projektarbeit eines Oberösterreichers in Tansania

Absolventen des Naturheilkunde- und Permakultur-Trainings in Chumwi
Neuhofen: Neuhofen an der Krems |

Seit 2009 ist der Oberösterreichische Permakultur-Berater Bernhard Gruber aus Neuhofen an der Krems immer wieder im nördlichen Tansania unterwegs. Im Laufe der Jahre haben sich zahlreiche Freundschaften mit lokalen Bauern und Permakultur-Interessierten ergeben.

Permakultur versteht sich als ein Gestaltungskonzept für zukunftsfähige Lebensräume im Einklang mit der Natur. Hauptaugenmerk liegt bei der Verwendung lokaler Ressourcen, Erhöhung der Biodiversität, Wassermanagement, Wiederherstellung der Bodenfruchtbartkeit dem Biolandbau entsprechend, Saatgutsouveränität und vielen anderen Dingen.

Vergangenes Jahr hat sich zufällig eine Kooperation mit der Biolandbaubewegung aus La Palma ergeben. Mit ihrer Unterstützung konnte in dem kleinen Dorf Chumwi, direkt am Victoria See ein ANAMED-Naturheilkundetraining in Zusammenarbeit mit Dr. Peter Feleshi, einem tansanischen Allgemeinmediziner, der sich der Naturheilkunde verschrieben hat, abgehalten werden. Im Anschluss hielt Bernhard Gruber ein Permakultur-Training für die Kleinbauern des Dorfes. Über 550 Fruchtbäume wie Mango, Papaya, Moringa, Orangen, Limetten und Kokosnuss wurden in der 2 Stunden entfernten Stadt gekauft und auf holpriger Piste ins Dorf transportiert.

Die Bäume wurden an die Kursteilnehmer übergeben und ein Teil davon wurde in der lokalen Schule gemeinsam gepflanzt. Natürlich gäbe es noch viele weitere Aktivitäten hier zu unterstützen, zum Beispiel platzt die Schule aus allen Nähten, eine Klasse wird bereits im Freien im Schatten der Bäume unterrichtet oder auch der Bau der katholischen Kirche ist ins Stocken gekommen, da die Geldmittel ausgegangen sind. Unser Fokus liegt in der Grundversorgung mit gesunden Lebensmittel und vielleicht finden sich ja auch noch mögliche weitere Unterstützer, welche sich der Schule oder der Kirche annehmen möchten, so Bernhard Gruber.

Weitere Reiseziele lagen dieses mal in Moshi, am Fuße des Kilimanjaro, wo die Aussenanlage eines Heimes für Kinder mit Behinderung geplant wurde, der Besuch der Usambara Hochebene im Nordosten Tansanias und Abschließend ein Brotbackofen-Bauworkshop im Permakultur-Institut auf der Gewürzinsel Sansibar. Begleitet von seinem Sohn Julian, wurden in 3 Wochen über 3000 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück gelegt. Es war teilweise auch eine sehr beschwerliche Reise fern ab der Touristenpfade doch durften wir wieder selbst auch viel von den Menschen Tansanias lernen und viele schöne Momente mit ihnen erleben. Denn auch wir hier in Europa werden uns Alternativen für unsere Zukunft überlegen müssen um ihren Herausforderungen begegnen zu können, so Gruber abschließend.
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