09.06.2016, 12:04 Uhr

Ansfelden: Projekt "Couragierte Gemeinde" wird konkret

Bereits der erste Basisworkshop lockte zahlreiche Interessierte an. Nun gibt es zwei weitere Termine. (Foto: INA)
Erste Basis-Workshops im Rahmen „Couragierte Gemeinde“, sind in Ansfelden angelaufen.

ANSFELDEN (red). Eingeladen zu diesem Basis-Workshop sind alle am "Netzwerk Zivilcourage“ interessierten Ansfeldner. In dem rund dreistündigen Workshop wird das grundlegende Know-How zur "Neuen Autorität" und zu Zivilcourage vermittelt. Auch gemeinsame Handlungsmöglichkeiten werden dabei erarbeitet und praxisnah geübt. Der erste Basisworkshop fand am 3. Juni statt. Aufgrund des großen Interesses werden nun zwei zusätzliche Termine angeboten. Am Dienstag, 21. Juli, um 18:30 Uhr im ABC-Gwölb und am Mittwoch, 6. Juli um 17 Uhr im Stadtsaal des Neuen Stadtzentrums Haid. Die Teilnahme an einem dieser beiden Workshops ist kostenlos.

Üben, Courage zu zeigen

Bürger, die sich nach einem dieser Basis-Workshops noch intensiver mit dem Konzept der „Neuen Autorität“ und Zivilcourage beschäftigen wollen, können sich in Folge zu einem zweitägigen Intensiv-Training im September anmelden. Dieses wird im September stattfinden. Die Teilnehmer werden bei diesen Trainings ermutigt und trainiert, um in heiklen Situationen nicht wegzuschauen, sondern sich zivilcouragiert einzumischen, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Das Konzept der „Neuen Autorität“ bildet dabei den Rahmen, ausgehend von der Überzeugung, dass jeder Mensch - insbesondere Kinder und Jugendliche – Sicherheit und Schutz brauchen.

Keine Bürgerwehr

Gefordertes Einschreiten lebt aber wesentlich von respektvollem Umgang auch in heiklen Situationen. Schließlich versteht sich das wachsende „Bündnis Zivilcourage“ nicht als eine Art Bürgerwehr, sondern als Gruppe engagierter Bürger, die Konflikte gemeinschaftlich lösen will und ein respektvolles, lösungsorientiertes Miteinander fördert.
Mehr Infos: www.jep.at

Zur Sache: Neue Autorität

Die „Neue Autorität“ unterscheidet sich fundamental von der „Alten“. Ging es bei Autorität früher um Kontrolle, Dominanz, Gehorsamkeit –meist verbunden mit Distanz und Angst, oft auch Gewalt und Erniedrigung - sind bei der „Neuen Autorität“ Persönlichkeit, Beziehung, gemeinschaftliche Lösung von Konflikten und ein respektvolles, lösungsorientiertes Miteinander gefordert. Das Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert. Mehr Informationen zur "Neuen Autorität" unter: www.neueautoritaet.at
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