18.04.2016, 12:05 Uhr

Bundesheer zieht Bilanz über Flüchtlingseinsatz

Verbindungsoffiziere in der Landespolizeidirektion Oberösterreich sorgten für eine reibungslose Zusammenarbeit mit dem Lagezentrum im Militärkommando Oberösterreich am Fliegerhorst Vogler in Hörsching. (Foto: Scheuchl)
HÖRSCHING (red). Von September 2015 bis März 2016 führte das Militärkommando Oberösterreich den Einsatz des Bundesheeres zur Bewältigung der Migrationsströme im Bundesland. Verbindungsoffiziere in der Landespolizeidirektion Oberösterreich sorgten für eine reibungslose Zusammenarbeit mit dem Lagezentrum im Militärkommando Oberösterreich am Fliegerhorst Vogler in Hörsching. Dort koordinierten Offiziere und Unteroffiziere des Präsenz- und Milizstandes Einsatz des Militärs in Oberösterreich.

Mehr als 80.000 Stunden Hilfeleistung

Dabei wurden auf Anforderung des Bundesministeriums für Inneres um Unterstützungsleistung in 190 Einsatztagen in Summe von 1137 Kaderangehörigen und 4320 Rekruten insgesamt 81.414 Stunden Hilfe geleistet und dabei mehr als 78.000 Kilometer unfallfrei mit Heeresfahrzeugen zurückgelegt. Über 220 Schichtdienste als Verbindungsoffiziere in der Landespolizeidirektion wurden rund 40 Milizoffizieren freiwillig geleistet. Manche rückten nach einem zivilen Arbeitstag dort zur Nachtschicht ein und am nächsten Morgen wieder in den Zivilberuf ab.

Unterstützung anderer Bundesländer

Während in Oberösterreich nach den ersten Tagen die notwendigen Aufgaben mit der militärischen Unterstützungsleistung bewältigt werden konnten, waren bei Nachbarn Salzburg und Steiermark zusätzlich sicherheitspolizeiliche Assistenzkräfte gefordert. Ende Jänner meldete sich auch ein Freiwilligen-Zug des Miliz-Jägerbataillons Oberösterreich für einen Monat zum Assistenzeinsatz ins Nachbar-Bundesland Salzburg.

Positive Erfahrungen

Inlandseinsätze des Bundesheeres werden grundsätzlich immer vom Militärkommando des jeweiligen Bundeslandes geführt. Bei allen eingesetzten Soldaten überwogen positive Erfahrungen. Vor allem jene, die in direkten Kontakt mit Flüchtlingen kamen, erlebten ihre Arbeit als sinnvoll und unbedingt notwendig. Und: Bei der Bewältigung der Flüchtlingssituation wurde mit anderen Einsatzorganisationen in realem Umfeld zusammengearbeitet. Dies ermöglichte ein besseres Kennenlernen der jeweiligen anderen Arbeitsweise und stärkte die Problemlösungskompetenz.
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