03.05.2016, 09:03 Uhr

"König des Gemüses" ist auf dem Vormarsch

Karl Eugen Velechovsky bei der Zubereitung des hauseigenen Spargels.
In den vergangenen Jahren hat sich der Spargel in Oberösterreich zum Trendgemüse entwickelt.

LEONDING (wom). "16 heimische Produzenten haben 2015 insgesamt etwa 560 Tonnen produziert. Von den rund 70 Gemüsearten in Oberösterreich belegt der Spargel inzwischen neun Prozent der Gemüseanbaufläche und elf Prozent der Spartenwertschöpfung“, berichtet Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger anlässlich der Eröffnung der Spargelsaison im Nussböckgut in Leonding. "Gab es 1988 zwei Betriebe, die mit dem Spargel-anbau begannen, produzieren mittlerweile 16 Landwirtschaften auf insgesamt rund 160 Hektar grünen und weißen Spargel", freut sich Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Oberös-terreich. Zudem sei hier noch viel Luft nach oben, wird doch in Zukunft eine weitere Steigerung beim heimischen Spargelkonsum erwartet. Derzeit liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in Oberösterreich bei rund 0,75 Kilo und ist damit halb so hoch wie jener in Deutschland.
Spargel ist ein saisonales Produkt und frischer heimischer Spargel ist in Österreich rund zehn Wochen hindurch erhältlich. "Lebensmittelgeschäfte und manche Gastronomie bieten zu früh im Jahr Spargel an und setzen dabei auf Importgemüse. Dies ist für uns heimische Spargelproduzenten natürlich nicht optimal", betont Karl Ferdinand Velechovsky vom Nussböckgut.


Der Frischefaktor

Da der Spargel ein sehr aufwendiges Naturprodukt ist und oberösterreichische Produzenten preislich nicht mit großen Lebensmittelketten konkurrieren können, setzt man auf Kundennähe und Frische. "Jeder kann zu uns an den Hof kommen, sich informieren und hat die Garantie, täglich frischen Spargel zu erhalten", betont Velechovsky.

Intensive Erntezeit

Mit dem Beginn der Spargel-ernte Ende April beginnt in Österreich der erste große Arbeitseinsatz von Erntehelfern und Saisonniers. Pro Hektar werden fünf bis sechs Arbeitskräfte benötigt. „In Oberösterreich sind jährlich rund 500 saisonale Erntehelfer im Einsatz", so Hiegelsberger.
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