18.03.2016, 11:07 Uhr

„Willkommenskultur OÖ: Standortsicherung in der Region Linz-Land“

Experten aus Gemeinden, Schulen, Betrieben, Wohninitiativen und Servicestellen wie dem AMS, der WKO, dem BFI und der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria diskutierten über die Willkommenskultur. (Foto: RMOÖ)

BEZIRK (red). Vergangene Woche fand in Leonding der regionale Innovationsworkshop zum Projekt „Willkommenskultur OÖ – ein Beitrag zur Standortsicherung in der Region Linz/Linz-Land“ statt.

Die Regionalmanagement OÖ GmbH (RMOÖ) hatte Experten aus Gemeinden, Schulen, Betrieben, Wohninitiativen und Servicestellen wie dem AMS, der WKO, dem BFI und der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria dazu eingeladen. Außerdem nahmen einige der Zu- und Rückwanderer, die im Vorfeld über ihre Erfahrungen bei ihrer Ankunft in Oberösterreich befragt wurden, an dem Workshop teil.

Willkommenskultur lebbar machen
Das Projekt „Willkommenskultur OÖ – ein Beitrag zur Standortsicherung“ der Regionalmanagement OÖ GmbH (RMOÖ) in Zusammenarbeit mit der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria hat zum Ziel, die Willkommenskultur in Oberösterreich für zu- und rückgewanderte qualifizierte Fachkräfte qualitativ zu verbessern, zu standardisieren und für die oberösterreichischen Gemeinden und Unternehmen im Alltag lebbar zu machen.

„Mit diesem Projekt wollen wir den Stellenwert einer durchdachten Willkommenskultur für die oberösterreichische Wirtschaft und das Gemeindeleben hat, sichtbar machen“, sagt Wirtschaftslandesrat Michael Strugl. „Qualifizierte Zu- und Rückwanderer haben ein enormes Potenzial für die regionale Wirtschaft. Um diese langfristig in der Region zu halten, müssen wir den Standort Oberösterreich noch attraktiver gestalten. Dazu gehört eine strukturierte Willkommenskultur in Gemeinden und Betrieben.“

Die RMOÖ-Regionalmanagerinnen Renate Fuxjäger und Doris Hagspiel führten durch den Innovationsworkshop, RMOÖ-Projektmanagerin Michaela Unger präsentierte die Ergebnisse aus den vorangegangenen Interviews und Fokusgruppentreffen. Darauf aufbauend wurde intensiv an regionalen Aktivitäten zur Etablierung einer strukturierten Willkommenskultur in Gemeinden und Unternehmen gearbeitet. Die entstandene Themenvielfalt zeigte, wie stark die Bereiche Bildung und Sprache, Fachkräfte für heimische Betriebe, Wohnen und Standortentwicklung, Gesellschaft und Freizeit sowie Behörden ineinander greifen.
Angedacht wurden etwa eine zentrale Informationsseite oder -stelle für alle Belange des Ankommens, die gemeinsam mit zu- und rückgewanderten Personen redaktionell gestaltet wird, eine verstärkte regionale Zusammenarbeit im Bereich Wohnen, eine regelmäßige Abstimmung von Deutschkursen der verschiedenen Levels, eine Hotline gegen Sprachbarrieren, Gemeindelotsen, die Neuankömmlingen den Ort zeigen, Arbeitsmarktinformation speziell für Angehörige von zu- und rückgewanderten Personen sowie eine Information über englischsprachige Bildungsangebote (Schulen, Unis und FH, Weiterbildung) und Betriebe in der Region.
Die Workshop-Teilnehmer waren vom Austausch begeistert und wollen gemeinsam an ihren Themen weiter arbeiten. In einigen Wochen wird es ein Treffen mit den Ansprechpersonen der einzelnen Themenbereiche geben. Gleichzeitig wird an einer Servicebroschüre für Multiplikatoren gearbeitet. Die Broschüre soll Kontaktadressen von Behörden und Informationen enthalten, die für Neuankömmlinge wichtig sind und den Multiplikatoren wie Gemeindeämtern und Personalbüros zur Verfügung gestellt werden.

Willkommens-Check steht an

Demnächst können Gemeinden und Betriebe auch den „Willkommens- Check“ durchführen. Das Online-Tool ermöglicht es, die Kompetenzen in Sachen Willkommenskultur zu prüfen und Stärken und Schwächen zu definieren. Aufbauend auf den Ergebnissen des Checks sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Willkommenskultur umgesetzt werden, wobei die Gemeinden auch bei diesen Prozessen von der RMOÖ begleitet werden.
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