30.06.2016, 17:52 Uhr

200 km Saisonabschlussbrevet 2015 in Haid/Ansfelden

Würdige Randonneurs Saison Abschlussfeier im Rathaussaal Haid

Zum letzten Mal in diesem wurden die Randonneure aus ganz Österreich zum Abschlussbrevet mit Start und Ziel in Haid zusammengetrommelt. Die schlechten Wettervorhersagen ließen das Starterfeld auf zwei Drittel der erwarteten Teilnehmer schrumpfen, sodass nur mehr ca 60 Radfahrer am Start standen. Gestartet wurde um 08:00 Uhr bzw 08:30 Uhr, nach jeweiliger kurzen Ansprache durch den Organisator Ferdinand Jung. War es am Start noch trocken, erlebten die Teilnehmer auf der in das schöne Mühlviertel führenden Strecke einen halb stündigen heftigen Regenschauer. In der Folgezeit war aber Schluss mit dem Wasser von oben. Wir mussten ohnedies bei den insgesamt 13 abgehaltenen Brevets im Jahr 2015 mehrmals zur Kenntnis nehmen, dass Radfahren kein Hallensport ist und durften dabei auch die nicht so motivierenden Wetterverhältnisse kennen, aber nicht unbedingt lieben lernen.

Die Teilnehmer hatten 3 Kontrollstellen aufsuchen um dort einen Stempel für ihre am Start erhaltene Brevetkarte zu ergattern. Die erste Kontrollstelle war beim Gasthaus Janko in St. Leonhart bei Freistadt, nach 67 km. Waren die ersten 35 km sehr flach, so durften die Radler bis zu dieser 1. Kontrollstelle schon einige Höhenmeter bewältigen und immer wieder ging es anschließend über St. Oswald, Freistadt, Tröslberg, Auerbach, Hirschbach auf und ab bis zur 2. Kontrollstelle bei der freiwilligen Feuerwehr in Schenkenfelden. Somit war mit 105 km mehr als die Hälft der Strecke erledigt.

In Schenkenfelden durften wir Dankenswerter Weise im Feuerwehrhaus eine Labestelle einrichten und die Teilnehmer mit einer heißen Suppe, belegten Broten, Kuchen, Cola und Säften wieder für die Weiterfahrt aufpäppeln. Wenn jemand glaubt hier seien Radwanderer unterwegs, so heißt ja "Randonneure" aus dem Französischen übersetzt, der irrt sich hier gewaltig. Die ersten kamen bereits nach einer Fahrzeit von 3,5 - 4 Stunden da hin.

Es herrschte an der Labestelle keine Hektik und die Finisherzeit spielte für die meisten Teilnehmer keine all zu große Rolle. Manche waren allerdings vom Regen her etwas durchgefroren. Dies änderte sich später aufgrund der sich stabilisierenden Wetterlage.

Die Strecke führte folglich über Zwettl, Oberneukirchen, Waxenberg, Neußerling (Rodltal), nach Ottensheim und der Donau entlang nach Aschach. Beim Gasthaus Dieplinger in der Brandstatt wurde der 3. Kontrollstempel ergattert. Danach ging es für viele der Teilnehmer im schnellen Tempo der Donau abwärts bis zum Kraftwerk Ottensheim und folglich durch das Mühlbachtal über Pasching, Traun zum Zielort in Haid bei der Fussl Tennishalle.

Hier wurden sie von der Brevetmutter Edith mit Spaghetti und Kuchen verköstigt. Es gab ja viel zu berichten und die Zeit bis zur Abendveranstaltung um 19:30 Uhr im Rathaussaal in Haid war im Nu vergangen. Die Letzten kamen erst um 18:30 Uhr an und mussten sich ohnehin beeilen um zeitgerecht den Ortswechsel durchzuführen.

Abendveranstaltung im Rathaussaal:


Um 19:30 Uhr ging es los. Der Randonneurspräsident Ferdinand Jung hatte keine Kosten und Mühen gescheut um die "RAAM-Legende" Wolfgang Fasching für einen Vortrag zu gewinnen. Außerdem standen die Ehrungen der Superrandonneure und die der Finisher von Paris - Brest - Paris am Plan. Urkunden waren für aller Ehrenden vorbereitet. Es gab außerdem sehr viel zu berichten.

Begrüßen durften wir auch den Bürgermeister der Stadtgemeinde von Ansfelden, Manfred Baumberger.


Ehrung der Superrandonneure:



All jene die innerhalb einer Brevetsaison alle 4 klassischen Brevetdistanzen erfolgreich gefinisht haben (200,300,400,600 km) können den Titel eines Superrandonneurs beantragen. Die Brevsaison dauert in Österreich in der Regel von April und Juni, ausgenommen dem Abschlussbrevet im September.
Alle Teilnehmer die im August 2015 Paris-Brest-Paris fuhren, haben bereits im Zuge der PBP-Anmeldung ihre Superrandonneursmedaille erhalten. Somit blieb die Ehre nur mehr all jene auszuzeichnen, die beim PBP Klassiker nicht teilnahmen.

Saisonrückblick:



Der Randonneurspräsident durfte auf eine intensive Saison rückblicken. Es wurden vier 200 km, drei 300 km, zwei 400 km und drei 600 km Brevets organisiert. Dabei gab es ein Brevetwochenende mit einem 200 km und 300 km Brevet in Kaindorf bei Hartberg und einen 300 km mit Start- und Zielort St. Georgen im Attergau. Obwohl vom Wetter manche Brevets nicht so toll begünstigt waren, ergab es für das Jahr 2015 insgesamt 490 Finisher.

Von der Häufigkeit der gefinishten Teilnehmer an den Brevets in Österreich ergab sich folgende Rangliste:

10 mal:

Siegfried Osterkorn aus Pucking, OÖ mit 3.200 km

8 mal:

Harald Friesenecker aus Reichenau, OÖ mit 2.800 km
Manfred Friesenecker aus Gallneukirchen, OÖ mit 2.800 km

7 mal:

Gerhard Lindner aus Obertrum am See, Slzb mit 2.600 km
Johannes PILZ aus Neuhofen an der Ybbs, NÖ mit 2.600 km
Stephan Wöckinger aus Steyr, OÖ mit 2.500 km
Christian Gammer, Bad Schallerbach, OÖ mit 2.400 km
Johann Leitl, aus Großweikersdorf, NÖ mit 2.400 km

6 mal:

Leopold Schachinger, Friedburg-Lengau, OÖ mit 2.000 km
Wolfgang Riepl, Landeck, T, mit 2.000 km

Im Gegensatz zu diesen rekordverdächtigen Teilnahmen erwähnte ich auch einen Teilnehmer, der sich einen Negativrekord erarbeitete. Er meldete sich 5 mal an, kam aber nur einmal, wobei er löblicherweise beim Abschlussbrevet finishte. Hoch anzurechnen ist ihm, dass er wieder eine Woche vorher wusste, dass es regnen würde und trotzdem kam. Den Namen dieses Teilnehmers verrate ich allerdings hier nicht.

Die RAAM-Legende Wolfgang Fasching hielt einen Vortrag


Alle warteten schon gespannt auf den von mir um 20:15 Uhr angekündigten Vortrag von Wolfgang Fasching. Ich war ja mit meinen Ausführungen nur der "Pausenfüller"

Die etwa 80 Anwesenden im Saal lauschten gespannt seinem Vortrag, der sehr aussagekräftige Inhalte hatte und er auch sein letztes Projekt "Russia Coast to Coast" http://www.fasching.co.at/aktuell/russia_coast_to_... mit einem Kurzfilm darbot.

Wolfgang bekam fast soviel Applaus wie ich!! Nein, er ist mittlerweile ein Freund der Randonneure Österreichs geworden und immer wieder gerne bei uns.

Wolfgang Fasching wir danken Dir. 8 x Race Across America finishen, dabei 3 x zu gewinnen, wird Dir so schnell keiner nachmachen. Wir freuen uns schon auf dein nächstes Projekt.


Nach Wolfgangs Vortrag wurden vom "Restaurant Korfu" die Pizzas serviert und das 3. Fass Bier angezapft. Ja die Entbehrung im laufenden Jahr waren sehr groß.

Nach der Essenspause kam es abgesehen von Faschings Motivationsvortrag zum Höhepunkt der Ehrungen, nämlich die der PBP-Finisher.

Ich denke es war ein toller Abend mit vielen netten Menschen.
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