23.05.2016, 10:01 Uhr

Witches Linz: Schläger statt Zauberstab

Bei den "Witches" wird nicht nur geschwitzt, sondern auch Spaß ist wichtig.

Die Linzer Softballerinnen zählen in Österreich zu den Besten Teams.

LINZ (rbe). Seit den 90er-Jahren ist Gabriele Hardinger Trainerin der Witches. "Uns gibt‘s schon seit den frühen Achtzigern, wir haben echte Tradition", so die Ober-Hexe, denn "Witches" bedeutet so viel wie Hexen.

Volkssport in Amerika
Insbesondere in den USA und Kanada, aber auch in Mittelamerika zählt Base- und Softball zu den großen Sportarten. "Da hinken wir in Europa deutlich hinterher. Alles was bei uns nicht mit Fußball, Eishockey oder Skisport zu tun hat, fällt durch den Rost", sagt die Trainerin des 1983 gegründeten Vereins. Zwei Mal pro Woche bittet sie ihre Damen ins Training. Die "Witches" sind darüber hinaus ein internationaler Verein. "Durch die Universität kommen immer wieder Spielerinnen aus dem Ausland zu uns. Sie studieren in Österreich, wollen ihren Sport auch am Studienort ausüben. Aktuell sind zwei Mädls aus den USA bei uns im Team", erzählt Hardinger.
Die "Witches" zählen in der Alpenrepublik zu den ganz Großen. Letztes Jahr wurden sie in der heimischen Liga Dritte. "Eine starke Leistung, wenn man bedenkt, dass die Bedingungen für uns alles andere als optimal sind. Wir sind selbst unsere größten Sponsoren", schmunzelt die Trainerin. Der Softball-Sport der Damen ist auf den Osten konzentriert. "Lediglich Dornbirn tanzt da aus der Reihe", sagt Hardinger. Bei der kommenden WM im kanadischen Surrey stellen die Linzerinnen gleich vier Spielerinnen ab. "Ein tolle Leistung für unseren Verein, das ehrt uns natürlich und bestätigt uns in unserer Arbeit. Unter www.ibelieveinyou.at sammeln wir Geld, denn die Spielerinnen müssen sich beispielsweise den Flug nach Kanada selbst finanzieren. Wir freuen uns immer über Unterstützung", so die Trainerin.

Nachwuchs gesucht
"Immer wieder kommen Jugendliche zu uns ins Training und sind begeistert von unserem Sport. Aktuell suchen wir wieder junge Nachwuchssportlerinnen, die mit uns gemeinsam Spaß an diesem tollen Sport haben wollen. Die, die kommen, bleiben meistens auch", hofft Hardinger auf neue Spielerinnen.

Softball fordert enorm
"Es kommt schon einmal vor, dass man belächelt wird, aber mit dem kann man leben. Unser Sport verlangt einem viel ab, denn wer denkt, dass wir nur Bälle herumballern, der irrt sich. Zum Training am Feld kommen Taktik-Einheiten oder Defensiv-Übungen hinzu", so die Trainerin.
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