11.08.2016, 16:33 Uhr

Immobilienmarkt im Aufwind

In Oberösterreich konnte der Immobilienmarkt nicht so stark zulegen, wie in den anderen Bundesländern. (Foto: drubig-photo/Fotolia)

Sowohl bei der Anzahl der Immobilienverkäufe als auch beim Umsatz wurde im ersten Halbjahr 2016 österreichweit ein deutliches Plus verzeichnet. Am geringsten fiel dieses Plus aber in Oberösterreich aus.

OÖ. In Oberösterreich ist der Zuwachs bei den Grundbucheinträgen mit knapp fünf Prozent nicht so groß wie in den anderen Bundesländern. In Vorarlberg oder Tirol beispielsweise stieg die Anzahl der Verbücherungen um jeweils 16 Prozent. Weniger als neun Prozent Zuwachs gab es nur in unserem Bundesland. Interessant ist, dass Oberösterreich beim Gesamtumsatz der verbücherten Immobilien mit einem Plus von 22 Prozent im vorderen Mittelfeld liegt. Erklären kann man dies folgendermaßen: Im Vergleichszeitraum wurden mehr als 230 Millionen. Euro zwischen Land Oberösterreich und der Landes Immobilien GmbH transferiert. Rechnet man diese Summe heraus, so stimmt der Wert mit dem Zuwachs bei den Verbücherungen überein. Das größte Plus konnte 2016 bisher bei den Grundstücksverkäufen verzeichnet werden. Wohnungen bleiben aber weiterhin die beliebteste Objektart.

Spitzenreiter Rohrbach

Zehn von 16 oberösterreichischen Bezirken liegen bei der Anzahl der Immobilien-Verbücherungen zur Zeit über dem Vorjahr. Rohrbach und Linz führen die Mengen-Statistik im Bundesland mit einem Plus von 15 Prozent an. Die größte Umsatzsteigerung gab es im Bezirk Freistadt und auch hierbei in Rohrbach – satte 50 Prozent. Andere Bezirke wie Ried, Gmunden oder Linz sind mit einer Steigerung von gut einem Drittel ebenso im Spitzenfeld anzusiedeln.

Steuerreform als Impuls

„Die Steuerreform zeigte gegen Ende des letzten Jahres vermehrt Auswirkungen in Form von vorgezogenen Verkäufen. Ein großer Teil davon ist im ersten Quartal 2016 verbüchert worden und wirkt sich damit positiv auf die Statistik aus“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von RE/MAX Austria. Auch das immer noch anhaltende, niedrige Zinsniveau würde sich äußerst günstig auf die Immobilienverkäufe auswirken.
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