14.07.2016, 00:00 Uhr

Beruf und Pflege vereinbaren dank Pflegekarenz

Mit dem Angebot der Pflegekarenz bzw. der Pflegeteilzeit sollen Familien entlastet werden. (Foto: drubig-photo/Fotolia)
Wenn Angehörige plötzlich pflegebedürftig werden, die bisherige Betreuungsperson ausfällt oder sich der Pflegebedarf aufgrund einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes verändert, stehen Berufstätige unter besonders großem Stress. Seit 2014 gibt es daher die Möglichkeit der Pflegekarenz, die als Überbrückungsmaßnahme für maximal drei Monate in Anspruch genommen werden kann. In dieser Zeit ist man vor Kündigung geschützt und bekommt ein Karenzgeld in der Höhe des Arbeitslosengeldes (55 Prozent des täglichen Nettoeinkommens). Eine Krankenversicherung besteht während dieser Zeit weiter und auch der Erwerb des Abfertigungsanspruchs bleibt aufrecht.

Arbeitszeit reduzieren

Wer die Arbeit nur teilweise reduzieren will, kann auch in Pflegeteilzeit gehen. Die Arbeitszeit darf dabei auf ein Minimum von zehn Stunden pro Woche reduziert werden. Das Pflegekarenzgeld wird dabei aliquot berechnet. Die übrigen Regelungen für die Pflegeteilzeit entsprechen jenen für die Pflegekarenz. So sind beide Modelle ab der Pflegegeldstufe 3 möglich, bei minderjährigen und demenzkranken Angehörigen bereits ab der Stufe 1. Der Chef muss allerdings zustimmen, wenn jemand in Pflegekarenz oder -teilzeit gehen möchte. Um das Pflegekarenzgeld ansuchen kann man beim Sozialministeriumservice.
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