17.10.2016, 14:12 Uhr

Entscheidungshilfe zum Lebensende

(Foto: Peter Atkins/Fotolia)
OÖ. Der medizinische Fortschritt macht es heute möglich, Menschen weit über ihre natürliche Lebenserwartung hinaus am Leben zu erhalten. Allerdings ist dies nicht immer die beste Option. Und oft ist der Patient nicht mehr in der Lage selbst zu entscheiden wie es weitergehen soll. Genau hier greift die „ethische Fallberatung“ des Landesverbandes Hospiz Oberösterreich. Organisiert wird diese Beratung von einem neu zusammengestellten „Ethikommitee“. Ihm gehören Ärzte, Pflegekräfte, Psychologen, Juristen und Vertreter aller anerkannten Religionsgemeinschaften an. Ziel ist es einzelne Fälle möglichst rational und objektiv abzuwägen indem das Leiden des Patienten in Verhältnis zur Lebensverlängerung gestellt wird. Es geht dabei nicht um Entscheidung sondern lediglich um Beratung bzw. Hilfe bei der Entscheidungsfindung für die Verantwortlichen.

Wachsender Bedarf

Die Ethikberatung steht österreichweit niedergelassenen Ärzten, Pflegeeinrichtungen und Mitarbeitern der Hauskrankenpflege zur Verfügung. Der Bedarf wächst, denn immer mehr Menschen sterben in Heimen und Pflegeeinrichtungen und die Verantwortlichen sind oftmals überfordert mit der Entscheidung über Leben und Tod.
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