10.05.2016, 12:30 Uhr

Franziskusschwestern: Seniorenheim neu eröffnet

Von links: Peter Ausweger (Gesamtleiter Barmherzige Brüder Linz), Sr. Raphaela Steinkleibl (Generaloberin Franziskusschwestern), Margarete Siegel (Heimleitung), Frater Joachim Mačejovský OH (Provinzial der österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder), Landeshauptmann Josef Pühringer, Bischof Manfred Scheuer, SPÖ-Sozial- und Gesundheitssprecher Peter Binder, Landeshauptmannstellvertreter und Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner und Monika Sick (Pflegedirektion Franziskusheim). (Foto: Barmherzige Brüder Linz)
Im Februar 1976 wurde das Seniorenheim der Franziskusschwestern durch den damaligen Bischof Franz Zauner eingeweiht. Genau 40 Jahre später war es in dem heutigen Alten- und Pflegeheim im Linzer Stadtteil Keferfeld diese Woche wieder Zeit für einen bischöflichen „Gebäude-Segen“ – diesmal durch den Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer. Feierlicher Anlass war die Neueröffnung des Traditionshauses nach einer, rund vier Jahre andauernden, Generalsanierung. Unter der Teilnahme vieler geistlicher und weltlicher Ehrengäste und vor allem gemeinsam mit den Mitarbeitern und Bewohnern wurde das neue Seniorenheim gebührend aus der Taufe gehoben.

Werte der Barmherzigen Brüder

"Qualität, Respekt, Verantwortung, Spiritualität. Vor allem das Sorgen um den alten Menschen ist dabei ein ganz besonders wichtiges Anliegen“, erinnerte Peter Ausweger, Gesamtleiter des Konventhospitals der Barmherzigen Brüder Linz, an die Werte der Barmherzigen Brüder. Frater Joachim Mačejovský, Provinzial der österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder, wünschte in seiner Laudatio „den Menschen, die sich hier um die Senioren kümmern, einen besonderen Schwung. Wir sind es der älteren Generation schuldig, dass wir uns um sie kümmern – liebevoll und dankbar. Kein Mensch ist eine Nummer, jeder ist ein Schatz.“

Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) richtete seinen Dank vor allem an die Barmherzigen Brüder, die einen „so wesentlichen Teil des Umbaus finanziert haben“ und die Franziskusschwestern: „Es ist ein tolles Haus und die Mitarbeiter leisten hier großartige Arbeit. Entscheidend ist nämlich, welches Klima in diesen Häusern herrscht. Danke daher an die Mitarbeiter, denn auf sie und ihre qualitätsvolle Arbeit kommt es letztlich an.“ Oberösterreichs Landeshauptmannstellvertreter und Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) merkte in seinen Ausführungen an, es sei „immer etwas ganz Besonderes, wann nach einem längeren Bauprozess ein so schönes Heim übergeben werden kann“. SPÖ-Sozial- und Gesundheitssprecher Peter Binder führte aus, dass das Thema Altenpflege „seit über 20 Jahren ein Schwerpunkt der oberösterreichischen Sozialpolitik ist“. Es gehe um den Respekt gegenüber der älteren Generation: „Zwei Drittel der Alten- und Pflegeheime in Oberösterreich sind bereits saniert.“

Umbau bei laufendem Betrieb

Heimleiterin Margarete Siegel bedankte sich in ihrer Ansprache bei ihren Mitarbeitern und Bewohnern und deren Angehörigen für die „große Geduld“. Der Umbau bei laufendem Betrieb sei „eine echte Herausforderung“ gewesen. Siegel: „Die Angst war mitunter groß, manche der BewohnerInnen wollten kein neues Zimmer – aber heute sind alle froh. Mit der Generalsanierung sei es gelungen, zu einem entscheidenden Imagewandel beizutragen: „Nämlich die alten Bilder von Pflegeheimen mit neuen Bildern zu überdecken.“

2012 wurde mit der Generalsanierung begonnen. Da der Umbau bei laufendem Betrieb vorgenommen wurde, musste die Bewohnerzahl reduziert werden, um Teile des Hauses für die jeweils nächste Bauphase frei zu halten. Dies erforderte viel Flexibilität von den Bewohnern, den Angehörigen und den Mitarbeitern. Der Grundriss des Hauses erstreckt sich in einer H-Form. Das Gebäude ist hell und lichtdurchflutet, ein eigenes Farbkonzept im Haus kennzeichnet die Wohnbereiche und fördert die Orientierung. Im Erdgeschoss wurde eine hauseigene Küche geschaffen, die die Wohnbereiche mit selbstgekochten Speisen versorgt und die Auszeichnung des Landes OÖ „Gesunde Küche“ trägt.

Wohlgefühl im Zentrum

Jede Etage ist ein eigener Wohnbereich, welcher sich in 2 Wohngruppen zu je 15 Bewohnern, mit je einem gemütlichen, gemeinsamen Wohnbereich und einem großzügigen Speisenbereich in der Mitte gliedert. Im Mitteltrakt befinden sich auch der Pflegestützpunkt und der Sozialraum für die Pflege sowie das Büro der Wohnbereichsleitung.
Den Bewohnern stehen großzügige, helle, freundliche Wohneinheiten mit behindertengerechten Badezimmern zur Verfügung. Die Zimmer sind möbliert, können aber individuell mit Bildern und Gegenständen dekoriert und geschmückt werden. Die Wohnfläche beträgt ca.18 Quadratmeter. Das Heim verfügt über großzügige Aufenthaltsbereiche wie z.B. Gruppenräume, Friseur und Fußpflege. Im Erdgeschoss befindet sich das neu errichtete „Kaffee“ als eine Außenstelle des „Buffet Granada“ vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Für kirchliche Feiern und für Besinnung steht den BewohnerInnen die Kapelle im Erdgeschoss zur Verfügung. Besonders gern genützt wird der weitläufige, barrierefreie Garten. Ein Naschgarten und Hochbeete laden zu Aktivitäten im Freien und werden von den Bewohnern gerne genützt.
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