07.06.2016, 16:41 Uhr

Baumforum tagt in Linz

(Foto: Stadt Linz)
Oberösterreichische Baumexperten treffen sich heuer am 9. und 10. Juni im Volkshaus Ebelsberg. Beim Baumforum werden Wissen und Erfahrungen zu den Themen Baumpflege und Bäume im öffentlichen Raum ausgetauscht. Ein umfangreiches Vortragsprogramm beschäftigt sich vor allem mit der Frage, wie Bäume unter den derzeit geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen möglichst lange erhalten werden können. „In Linz hat das Thema Baumschutz einen sehr hohen Stellenwert. Fachmännisch, transparent und pflegend bemühen sich die Baumspezialisten der Stadtgärten um den Erhalt des wertvollen Bestands. Die Maßnahmen reichen von der Artenvielfalt in der stadteigenen Baumschule, bis zu den innovativen hochsensiblen Baumsensoren“, so Stadträtin Susanne Wegscheider.

Als erste kommunale Anwenderin in Österreich setzt Linz die sogenannten TMS Sensoren (Tree Motion Sensors) für die Bestätigung der Verkehrssicherheit von Bäumen ein. Die Sensoren werden verwendet, um die Standsicherheit der Bäume zu kontrollieren. Für die Messung ist eine Windgeschwindigkeit von 40 km/h notwendig.
Mit den sensorengestützten Untersuchungen ist es den Baumexperten zudem möglich, auf Baustellen Schäden durch Wurzelverletzungen bei Grabungsarbeiten frühzeitig zu erkennen. Damit Bäume bei Bauarbeiten nicht beschädigt werden, müssen sich Baufirmen an gewisse Regeln halten. Seit auf den Baustellen zusätzlich die speziellen Sensoren eingesetzt wer- den, mit denen Verletzungen am Baum zeitmäßig exakt zugeordnet werden können, agieren die Baufirmen im Baumumfeld wesentlich vorsichtiger. Insgesamt haben die Linzer Baumexperten sechs Sensoren im Einsatz. Im Vorjahr wurden sie etwa 40 Mal angewendet, davon zehn Mal bei Grabungs- arbeiten auf Baustellen.
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