23.09.2016, 13:24 Uhr

Borkenkäfer im Hummelhofpark: 450 Fichten werden gefällt

Borkenkäferplage: Innerhalb weniger Wochen kann eine Fichte vollständig zerstört sein. Foto: LWK

Der gesamte Fichtenbestand im Hummelhofpark wird ab Montag entfernt. Die Stadt Linz pflanzt im kommenden Jahr neue Bäume an.

LINZ (jog). Sämtliche Fichten im Hummelhofpark in Linz müssen gefällt werden. Insgesamt 450 Bäume sind von Borkenkäftern befallen und können nicht mehr gerettet werden. Ab Montag werden die Fichten in drei Etappen gefällt. Dazu werden Teile des knapp 79.000 Quadratmeter großen Parks über mehrere Tage gesperrt sein. Die Arbeiten übernehmen die Österreichischen Bundesforste, sie werden etwa drei Wochen dauern. Da das Holz der Fichten noch verwertbar ist, fallen keine Kosten an.

Keine Fichten mehr

Nach Angaben der Stadt Linz werden im kommenden Jahr neue Bäume gepflanzt, aber sicher keine Fichten. Der heiße Sommer 2015 hat für den Borkenkäfer ein ideales Umfeld geschaffen. Ein strenger Winter hätten heuer dem Baumsterben entgegenwirken können, allerdings blieben konstant kalte Temerpaturen aus. Dadurch konnten viele Borkenkäfer überleben und haben im Frühling Bruten angelegt. Borkenkäfer sind zwei bis acht Millimeter große Insekten. Die weißen Larven zerstören das Bastgewebe unter der Rinde der Fichten. Der Baum stirbt innerhalb kurzer Zeit ab. Ob ein Baum befallen ist oder nicht, lässt sich unter anderem daran erkennen, dass sich am Stamm braunes Bohrmehl oder Einbohrlöcher befinden. Ebenfalls sichere Anzeichen für einen Käferbefall sind abfallende Rinde, rötliche Verfärbung der Nadeln von oben nach unten und einsetzender Nadelfall. Hat sich der Borkenkäfer erst einmal in die Fichten eingebohrt, so hilft nur noch das Fällen der befallenen Bäume. Nicht nur der Hummelhofpark, sondern auch der Haselgraben und der Stadtfriedhof St. Martin in Traun sind betroffen. Auch dort müssen hunderte Fichten abgeholzt werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.