11.05.2016, 10:03 Uhr

"Honig ist Nebensache"

Zur Hochsaison versammeln sich in den Stöcken am Neuen Rathaus zwischen 50.000 und 80.000 Bienen. Foto: BRS

Linz als Stadt der Bienen: Das Interesse an der Imkerei ist in den letzten Jahren stark gestiegen.

LINZ (jog). "Den Bienen in Linz geht es im Vergleich zu ihren Kolleginnen am Land deutlich besser. Die Stadt bietet eine große Artenvielfalt und auch Spritzmittel sind nur in geringen Mengen zu finden", sagt Bernhard Rihl von der LinzerBiene OG. Die Stadtimker eröffnen nicht nur Kindern und Jugendlichen die Welt der Bienen, sie bilden auch Imker in Kursen aus. Zudem haben sie über die Jahre an verschiedenen Standorten über die ganze Stadt verteilt, Bienenvölker etabliert. So stehen heuer am Neuen Linzer Rathaus, der Bruckneruniversität, dem Mariendom oder im Hafengarten Bienenstöcke. Im April 2013 ist auf der Terrasse vor dem Büro der Linzer Umweltstadträtin Eva Schobesberger ein Bienenvolk eingezogen. Sie ist Schirmherrin des Projekts „Erster Linzer Rathaushonig“, betreut und organisiert von der Plattform LinzerBiene OG. Das Interesse am Stadtimkern nimmt in Linz stetig zu. Nicht zuletzt aufgrund des Engagements der LinzerBiene OG wächst die Zahl der Imker in Linz. Mittlerweile gibt es bereits wieder 72 Imker in der Stadt, die im Durchschnitt 35 bis 40 Jahre alt sind.

Workshops zur Biene
In zahlreiche Veranstaltungen, Kursen und Workshops der Volkshochschule rund um das Thema Bienen wird nicht nur das Handwerk der Imkerei behandelt. Auch „bienenfreundliche“ Maßnahmen wie die Erhaltung und Pflege von Heuwiesen, Blumenböschungen, Ackerrandstreifen und Rainen ist Thema. "Der Honig ist dabei nur Nebensache", sagt Katja Hintersteiner. Der Bienenstock auf der Terrasse des Neuen Rathauses erfüllt hohe ökologische Aufgaben. Neben der Bestäubung unzähliger Blütenpflanzen – ob Balkonblumen, Obst- oder Gemüsestauden auf diversen Terrassen in Alt Urfahr, ob Obstbäume in den privaten Gärten der Gegend oder vieler Bäume entlang der Urfahraner Donaulände – sorgen die Bienen für eine gehaltvolle Honigernte. „Bienen sind für unser Stadtökosystem unersetzlich. Wir alle können einen kleinen Beitrag zur Gesundheit der Bienen leisten indem wir im Garten, am Balkon oder mit dem kleinsten Blumenkistl Bienen gezielt durch die Bepflanzung unterstützen. Zum Beispiel: Anstatt Geranien lieber Kapuzinerkresse oder Kräuter wie Thymian, Basilikum oder Sal- bei einsetzen”, sagt Schobesberger.
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