05.08.2016, 13:44 Uhr

Orchester und Elektronik verschmelzen beim Ars Electronica Festival

Auch 2015 fand die Große Konzertnacht im stillgelegten Post-Verteilzentrum statt. (Foto: Ars Electronica)

Das Ars Electronica Festival kooperiert erstmals mit der Anton Bruckner Uni

Klassische Musik und Elektronik sind kein Widerspruch: Beim Ars Electronica Festival in Linz werden die beiden Themen zu einem vereint. „Es ist die Vermählung zwischen digitaler Musik und dem Orchester", sagt Heribert Schröder vom Linzer Bruckner Orchester. Auch beim diesjährigen Festival von 8. bis 12. September steht die Große Konzertnacht im Mittelpunkt. Das Konzert findet jedoch nicht in herkömmlichen Konzertsälen statt, sondern an außergewöhnlichen Orten: Zum zweiten Mal in Folge etwa in der Post City, dem ehemaligen Post-Verteilungszentrum beim Linzer Hauptbahnhof. Anstelle von Waggons voll mit Briefen und Paketen werden am 11. September Publikum und Orchester in der früheren Gleishalle Platz nehmen.

Komplexe Visualisierungen
Untermalt werden die klassischen Klänge von digitalen Tönen und technisch aufwendigen Visualisierungen. Wenn Chefdirigent Dennis Russell Davies und sein Ensemble Maurice Ravels „Ma mére l ́oye“ und Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ zum Besten geben, werden sämtliche Bewegungen der Musiker in abstrakte Bilder übersetzt. Ein Trackingsystem zeichnet die Bewegungen und Schatten der Musiker auf und visualisiert diese auf insgesamt 60 Meter langen Projektionswänden an sieben Position hinter und neben dem Orchester. Auch die Klänge der Musik haben Einfluss auf die Darstellung der Bilder. Entwickelt wurde die komplexe Visualisierungstechnik vom Ars Electronica Futurelab.

Paketrutschen als Instrument
Die Post City dient aber nicht nur als einfache Kulisse, sondern die Räume werden aktiv in die musikalische Darbietung miteinbezogen. „FM Einheit", Soundkünstler aus Dortmund versetzt die 13 Meter hohen, in sich gewundenen Paketrutschen in Schwingung und sorgt damit für ein ganz eigenes Klangerlebnis. Außerdem wird das Bruckner Orchester auch „La Lucha" der oberösterreichischen Komponistin Simone Zaunmair und „Rendez-vous avec Claude" des Linzer Komponisten Marc Reibel vorspielen.

Als gänzlich neue Location kommt die Anton Bruckner Privatuniversität am Fuße des Pöstlingbergs hinzu, die seit heuer mit dem Ars Electronica Festival kooperiert. Auch dort werden unter anderem am „Sonic Saturday" Konzerte und Programmpunkte über die Bühne gehen. Das Ars Electronica Festival findet von 8. bis 12. September in Linz statt, mehr Informationen dazu finden Sie unter www.aec.at/festival
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.