Darabos weiter unter Druck: Neuer Postenschacher
Minister Norbert Darabos könnte für Schaden sogar persönlich haften
Umfärberei, Postenschacher und Causa Entacher: Der Minister kommt nicht aus der Schusslinie.
WIEN (kast). Weitere Schlappe für Verteidigungsminister Darabos (SPÖ) rund um die Vergabe des Postens bei der Abteilung Materialstab Luft beim Bundesheer. Wir berichteten darüber ausführlich.
Nun könnte der Minister für den Schaden, der der Republik entstanden ist, sogar persönlich haften. Denn ein Gerichtsurteil hat bestätigt, dass Darabos selbst die Entscheidung getroffen hatte, wer an die Spitze der Abteilung zu setzen war. Wie bekannt, wurde dem mindergeeigneten (roten) Kandidaten der Vorzug gegeben, der bestgeeignete Beamte umgangen. Dieser zog vor Gericht. Pikant ist die Sache deshalb, weil nun die Republik per Gesetz von ihrem Minister Schadensersatz fordern muss. Außer, man lässt die Frist bis Mitte März 2012 einfach verstreichen & Die freiheitliche Bundesheergewerkschaft sieht nun einen weiteren Fall von Umfärberei beziehungsweise Postenschacher in derselben Abteilung Materialstab Luft. Dort soll der Sohn des roten Bürgermeisters der Heimatgemeinde von Norbert Darabos einen Job erhalten haben. FP-Gewerkschafter regt die Causa deshalb so auf, weil es eigentlich einen Aufnahmestopp beim Bundesheer gibt.
Einfach formuliert, warten beim heeresinternen Arbeitsamt 3500 Beamte auf einen Posten, fährt Haidinger fort, da verstehe ich nicht, warum ein gelernter Maler und Anstreicher auf einen Verwaltungsposten gesetzt wird.
Beim Verteidigungsministerium rechtfertigt man sich damit, dass der Posten nur Karenzvertretung sei. Doch: Wir haben die Befürchtung, wenn diese acht Monate vorbei sind, dass der Vertrag in ein unbefristetes Dienstverhältnis umgewandelt wird.
Und die Freiheitlichen kritisieren den Minister bei einer Dienstversetzung eines Kollegen: Dieser wurde wie General Entacher versetzt und bekam im April 2011 vor derselben Berufungskommission Recht. Seit sieben Monaten wartet der Oberstleutnant, dass er zurückkehren kann. Doch der Minister reagiert nicht.
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