07.04.2016, 08:56 Uhr

FPÖ: "Seilbahn über Donau ist gute Option"

Mit einer Seilbahn könnte künftig die Donau überquert werden. Die FPÖ führte bereits konkrete Gespräche. (Foto: Foto und Grafik: BRS)

Die Linzer FPÖ um Markus Hein zieht eine Seilbahn als alternative Donauquerung in Erwägung.

Da der Bau der Eisenbahnbrücke bis mindestens 2020 dauern wird, macht sich die FPÖ rund um Infrastrukturstadtrat Markus Hein Gedanken über eine Alternative. In Erwägung gezogen wird dabei auch eine Seilbahn über die Donau. „Es gibt Beispiele, wo die Seilbahn sehr gut als Transportmittel funktioniert. In London gehört die Seilbahn zum Beispiel zum öffentlichen Verkehr. Und auch in Koblenz hat sich die Seilbahn bewährt“, sagt Hein. Warum also nicht auch für Linz, dachte sich die FPÖ und hat bereits Gespräche mit dem Marktführer, der Firma Doppelmayr, geführt. Überzeugend wäre dabei vor allem die relativ kurze Konstruktionszeit. „Es würde circa sechs bis neun Monate dauern, bis die Seilbahn in Betrieb gehen könnte“, sagt Hein. Auch die Herausforderung, dass bei einer Seilbahn das Einverständnis all jener, deren Gebäude überquert wird, eingeholt werden müsste, würde laut Hein kein großes Problem darstellen. „Wenn wir von einer Überquerung auf Höhe des Urfahranerparkplatzes ausgehen, dann haben wir auch den Vorteil, dass dort nur wenige Menschen wohnen, und wir daher wahrscheinlich nicht viel Zeit verlieren würden“, so Hein. Darüber hinaus wäre so eine Seilbahn auch eine Tourismusattraktion, die das Image der Stadt heben und weitere Menschen nach Linz locken könnte.


Die Kostenfrage

Einen wichtigen Punkt gibt es aber noch, der die Umsetzung des Projekts unwahrscheinlich werden lässt. „Die Seilbahn würde Kosten von in etwa 10 Millionen Euro verursachen. Für diese Summe könnten wir auch eine Fußgängerbrücke bauen. Und dabei braucht man keine Liftfahrgenehmigung“, sagt der Infrastrukturstadtrat und fügt hinzu: „So charmant die Lösung auch ist, aber was dann auch noch dazukommt, sind die laufenden Betriebskosten. Wenn jemand das Geld zur Verfügung stellt, könnten wir solche Projekte sofort umsetzen, aber mit begrenzten Mitteln ist es schwierig“, sagt Hein. Es sei zudem schwer zu berechnen, wie viele Fahrgäste es geben würde und mit wie vielen Einnahmen da zu rechnen sei. „Eine seriöse Aufstellung der Einnahmen und damit einer genauen Kostenrechnung ist daher nicht möglich“, so der FPÖ-Stadtrat.
Ganz vom Tisch ist die Variante deswegen aber nicht. „Wir durchleuchten alle Möglichkeiten, die man sich vorstellen kann“, so Hein.

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