13.04.2016, 20:00 Uhr

3D bietet unbegrenzte Möglichkeiten

Haratech entwickelt Produkte von der ersten Skizze über den Prototypen bis zur Serienreife. (Foto: Haratech)
Die Welt wird in Zukunft aus dem Drucker kommen. In China spucken 3D-Drucker schon heute ganze Häuser wie am Fließband aus. Beim 3D-Druck wird ein 3D-Modell zu einem dreidimensionalen Gegenstand umgewandelt. Dieser wird aus einem oder mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen computergesteuert Schicht für Schicht aufgebaut. Zum Einsatz kommt dabei meist Kunststoff. Es gibt jedoch auch Drucker, die mit Polymilchsäuren (PLA), Metalle, Polymergips, Porzellan oder sogar essbaren Materialen drucken können. Derzeit wird die noch junge Technologie vor allem in der Luft- und Raumfahrt, in der Autoindustrie, der Medizintechnik oder für die Entwicklung von Prototypen im Umfeld der kulturellen und kreativen Industrien genutzt. Die Technologie erlaubt es, komplexe Formen aufzubauen, die existierenden Maschinen schwer oder gar nicht herstellbar sind.

3D-Druck für jeden

Einer der Marktführer im Bereich 3D-Druck ist Haratech. Das Unternehmen übersiedelte kürzlich in die Linzer Tabakfabrik und errichtet dort eine rund 1000 Quadratmeter große 3D-Druckwelt. Inkludiert ist auch ein "Community Fab Lab". Die Gemeinschaftswerkstatt mit Hightech-Ausstattung wie 3D-Druckern, CNC-Fräsen und 3D-Scannern steht allen Interessierten offen.

Auch das Ars Electronica bietet ein "FabLab". Die interaktive Ausstellungs- und Workshopfläche beschäftigt sich mit Design und Produktionssprozessen und deren Werkzeugen, angefangen von unterschiedlicher Gestaltungssoftware über den Lasercutter der schneidet und graviert, bis hin zum 3-D-Drucker. Einen Großteil des Equipments kann man im Rahmen eines Museumsbesuchs oder bei Workshops nutzen.

Neue Geschäftsideen

Mit dem Aufkommen der 3D-Drucker haben sich auch neue Geschäftszweige etabliert. Besonders beliebt sind etwa 3D-Figuren. Im Studio von 3D-ConceptArt von Nina und Christian Seitz in der Industriezeile etwa wird der Kunde mithilfe von 112 Rundum-Kameras digitalisiert und als Mini-Version mit einem 3D-Drucker ausgedruckt. Die Kameras halten alles im Bruchteil einer Sekunde fest. So lassen sich auch schwierigere Aufnahmen, wie von Kindern oder Tieren, erstellen.

Ein Linzer Start-up will die Möglichkeiten des 3D-Drucks für Fußballer nutzen. Jakob Schmied entwickelte mit seinem Unternehmen "Zweikampf" neuartige Schienbeinschoner. Die "ersten seriengefertigten, 3D-gedruckten Schienbeinschoner der Welt sind nur 75 Gramm leicht, atmungsaktiv und wegen der Oberflächenstruktur stoßfest und mit gutem Halt in den Stutzen.
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