07.06.2016, 16:09 Uhr

Energie AG OÖ kündigt weitere Einsparungen an

Energie AG-Chef Leo Windtner verspricht: "Keine sozialen Härten." (Foto: EAG OÖ)

"Trotz schwieriger Rahmenbedingungen operativ weiter voll auf Erfolgskurs", fasste Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner die Halbjahresbilanz 2015/16 der Energie AG Oberösterreich kurz. Neben aktuellen Geschäftszahlen gab es Neues aus der Aufsichtsratssitzung: Das Restrukturierungsprogramm wird revitalisiert. Also: kürzen, sparen, Kosten senken.

OÖ, LINZ. Ende Februar erreichte der Großhandelspreis von Strom an der Börse in Leipzig ein All-time-low von 20 Euro pro MWh, fasst Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner die Auswirkungen der "dramatischen Verzerrungen durch ein völlig fehlgeleitetes Fördersystem im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland" kurz zusammen.

Weil die Energie AG frühzeitig auf diese Rahmenbedingungen reagierte, bleibt der Konzern "weiter voll auf Erfolgskurs". Der Konzernumsatz sank im Halbjahr 2015/16 auf 844,9 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 7,1 Prozent im Vergleich zu 2014/15. Dem gegenüber steht ein operatives Ergebnis von 103,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 16 Prozent.

Kostenmanagement: Externe Berater sollen helfen

In Ergänzung zur Powerstrategie 2020 ginge es nun um eine "Revitalisierung des Restrukturierungsprogramms", erklärte Windtner. In der Aufsichtsratssitzung am 2. Juni seien unter Zustimmung der Belegschaftsvertretung "Kostenmanagement-Maßnahmen beschlossen" worden. Auch externe Berater sollen helfen, noch heuer substanzielle Verbesserungen zu erreichen.

In einem ersten Schritt werden Fremd- und Sachkosten gesenkt. In einem weiteren Schritt ginge es auch um Personalmaßnahmen. Windtner versprach, dass es "keine sozialen Härten" geben werde. Bis 2020 sollen so jährlich zweistellige Millionenbeträge eingespart werden.
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