12.04.2016, 14:38 Uhr

"Ich mag knifflige Arbeiten am Rad"

Michael Stummer hat im März 2015 mit seinem Radgeschäft den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Foto: BRS

Michael Stummer hat vor gut einem Jahr sein eigenes Radgeschäft in der Bismarckstraße eröffnet.

LINZ (jog). "Wenn sich heute jemand einen City-Flitzer kauft, dann reicht ähnlich wie beim Straßenauto eine Wartung im Jahr. Ein Mountainbike ist da eher vergleichbar mit einem Rallyeauto. Das ist sehr wartungsintensiv, vor allem wenn man viel im Wald oder in Bikeparks unterwegs ist. Man muss sich auch zu Hause regelmäßig darum kümmern." Michael Stummer führt seit gut einem Jahr das Fahrradgeschäft "Bike Feeling" in der Bismarckstraße. Als Einzelunternehmer ist er sowohl mit Verkauf, als auch mit Reparaturarbeiten beschäftigt. Nach der Eybl-Übernahme wollte er die Chance nutzen und hat den ursprünglichen Online-Shop in ein Geschäftslokal umgewandelt. "Ich habe mit exklusiven Marken wie Santa Cruz oder Electra eine Nische gefunden. Mittlerweile kommen auch Kunden aus Deutschland zu mir", sagt Stummer. Auch das E-Bike-Segment wächst: "Darauf werde ich künftig sicher mehr Augenmerk legen." Für Städter hat er City-Flitzer mit besonders breiten Reifen im Angebot, damit läuft man nicht Gefahr, in die Straßenbahnschinen zu kommen.

Ungewisser Schritt
Knapp 100.000 Euro hat er zum Firmen-Start in die Hand nehmen müssen. Nicht nur die Anschaffung von hochpreisigen Rädern war anfangs notwendig, auch in die Infrastruktur des Geschäftslokals wurde investiert. "Man macht sich einen Jahresplan und versucht so gut wie möglich die Kosten zu kalkulieren, dennoch muss man den ungewissen Schritt zu einem eigenen Geschäft einfach wagen." Das AMS habe ihn vor allem mit Förderungen besonders gut unterstützt. "Am Radlschrauben reizt mich das Tüfteln, die knifflige Arbeit, rauszufinden wo der Fehler liegt. Das kann ich sicher besser als manch andere Radmechaniker", so der gelernte Maschinenschlosser.
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