Müssen länger arbeiten

Klaus Pekarek (Foto: Foto: Raiffeisen Versicherungen)
Pekarek: Lebensarbeitszeit muss Lebenserwartung angeglichen werden

Laut Klaus Pekarek, Vorstandschef der Raiffeisen Versicherung, müssen jetzt entscheidende Schritte gesetzt werden, um das heimische Pensionssystem in Balance zu halten.
HELSINKI (das). Die Skepsis nimmt zu und die Sorgenfalten werden immer tiefer, wenn es um das staatliche Pensionssystem geht nur mehr sechs Prozent der Bevölkerung erachten das gesetzliche Pensionssystem als sehr sicher. Das geht aus einer aktuellen Studie der Raiffeisen Versicherung hervor, die kürzlich beim Raiffeisen-Pensionssymposium in der finnischen Hauptstadt Helsinki präsentiert wurde. Die alles entscheidende Frage sei, wie groß die Bereitschaft der Bevölkerung sei, hier mitzugehen. Denn im Prinzip gehe es darum, die höhere Lebenserwartung durch längere Lebensarbeitszeiten auszugleichen, um das Pensionssystem in Balance zu halten, erläutert Klaus Pekarek beim Raiffeisen-Pensionssymposium. Er sieht hier Finnland als Vorbild: Um das Pensionsantrittsalter nach oben zu heben, haben die Finnen ein Anreizsystem geschaffen. Einer, der länger im Erwerbsleben bleibt, bekommt dort mittels einem Rechnungszinssatz mehr Pension.

Lebensversicherer unter Druck
Mit steigender Lebenserwartung geraten auch die Versicherungen zunehmend unter Druck. Vor allem die Garantie, wonach den Kunden bereits zum Vertragsabschluss eine bestimmte Summe in der Zukunft zugesichert wird, kommt den Versicherungen sehr teuer, sagt Pekarek und schlägt vor, die garantierte Pensionshöhe nicht bereits bei Vertragsabschluss, sondern erst beim Pensionsantritt auf Basis der dann gültigen Sterbetafeln zu berechnen. Die Raiffeisen Versicherung selbst konnte im ersten Halbjahr 2011 die Prämien in allen Bereichen, bis auf die Einmalerlege, steigern. Das Gesamtprämienvolumen liegt bei rund 400 Millionen Euro.
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