14.01.2014, 12:00 Uhr

Pfeiffer investiert in Onlinehandel

Georg Pfeiffer (Foto: Pfeiffer)
Die Pfeiffer Handelsgruppe, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück: Der Gesamtumsatz stieg um 3,7 Prozent auf insgesamt 798 Millionen Euro an. „Wir freuen uns sehr, in einem derart heftig umkämpften Markt so gut reüssieren zu können“, sagt Georg Pfeiffer, Aufsichtsratsvorsitzender der Pfeiffer Handelsgruppe, die ihre Zentrale in Traun hat. Zu Pfeiffer gehören die Lebensmittelhandelsketten Unimarkt, Zielpunkt, Nah & Frisch sowie die Großhandelsmärkte C+C Pfeiffer.

Die Pfeiffer Handelsgruppe – die bereits seit April 2012 24,9 Prozent an Zielpunkt hält – hat im November 2013 die geplante Vollübernahme zum 1. März 2014 avisiert. Im Jahr 2013 wurde bereits der Einkauf in die Pfeiffer Handelsgruppe integriert. Zielpunkt setzte im Jahr 2013 508 Millionen Euro um und liegt damit flächenbereinigt um 0,3 Prozent über dem Vorjahresumsatz.

„Die Pfeiffer Handelsgruppe wird mit Zielpunkt zur starken dritten Kraft im Einzelhandel und betreibt dann neben 260 Zielpunkt Filialen noch 131 Unimarkt-Standorte“, sagt Erich Schönleitner, Holding-Geschäftsführer des Neo-Eigentümers Pfeiffer Handelsgruppe. Zielpunkt werde durch die Integration in die Pfeiffer Handelsgruppe den konsequenten Weg zum „starken Supermarkt im Osten Österreichs“ erfolgreich beschreiten. "Zielpunkt entwickelt sich planmäßig, die Sanierung ist abgeschlossen und Zielpunkt befindet sich in der Turnaround-Phase", sagt Schönleitners Geschäftsführungskollege Markus Böhm.

2013 erlebte Unimarkt die größte Expansionswelle in der 38-jährigen Geschichte des Unternehmens: 14 Zielpunkt-Filialen in Oberösterreich wurden in Unimärkte umgewandelt sowie zwei weitere, neue Standorte eröffnet. Mittlerweile gibt es 131 Standorte. Der Umsatz wuchs im Vorjahr um 7,7 Prozent auf 261 Millionen Euro. Das Handelsunternehmen hat dafür circa 15 Millionen Euro in die Hand genommen. Mehr als 300 Mitarbeiter wurden von Zielpunkt und Schirnhofer übernommen, geschult und in die Unimarkt-Welt eingearbeitet und integriert. Die Zielpunkt-Standorte wurden komplett im Unimarkt-Design neu aufgestellt. Die Schwerpunkte vom Softdiskonter-Angebot hin zu Regionalität und Frische gelegt. "Dass dabei zwei Konzepte unter einen Hut gebracht werden müssen, war die wohl größte Herausforderung", sagt Schönleitner.

Im Gastronomiegroßhandel konnte sich C+C Pfeiffer im Jahr 2013 erneut beweisen und die marktführende Stellung mit aktuell 20,1 Prozent Marktanteil ausbauen. C+C Pfeiffer erwirtschaftete voriges Jahr 429 Millionen Euro – das entspricht einer Steigerung von 4,2 Prozent im Vergleich zu 2012. Dies gelang auf bestehender Fläche mit acht C+C Pfeiffer und drei mein C+C Standorten in sechs Bundesländern.

Pfeiffer Großhandel beliefert und betreut per Ende 2013 darüber hinaus 459 selbstständige Kaufleute, 269 davon treten unter Nah&Frisch auf. Pfeiffer stellt die Mehrheit bei „Nah&Frisch“ und hat in Oberösterreich, Steiermark und Niederösterreich mit „Land lebt auf“ ein eigenes Nahversorgerkonzept aus dem Großhandel heraus entwickelt. Pfeiffer Großhandel erzielte 2013 einen Umsatz von 108 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens wurde Nah&Frisch österreichweit mit einem neuen und modernen Erscheinungsbild versehen. Zusätzlich zum bewährten Nahversorger startete 2013 mit Nah&Frisch Punkt testweise ein neues Konzept: Angeschlossen an den Nahversorger wurden Tankstellen.

Ausblick auf 2014

Für heuer werden die Vertriebsgebiete von Zielpunkt und Unimarkt geschärft: So plant Zielpunkt 2014 drei Standorte des Schwesterunternehmens Unimarkt im östlichen Niederösterreich zu übernehmen. Im Gegenzug wird Unimarkt knapp 20 Zielpunkt-Standorte in der Steiermark übernehmen. Die restlichen Standorte in der Steiermark wird Zielpunkt bis auf weiters weiterführen.

Im Frühjahr 2014 wird der neue mein C+C Standort in Oberwart/Südburgenland eröffnet. Mit diesem Markt betreibt mein C+C insgesamt vier Abholmärkte im Südosten Österreichs. 17 Mitarbeiter finden an dem Standort im Südburgenland einen Arbeitsplatz. Mit insgesamt zwölf Märkten ist C+C Pfeiffer dann in sieben Bundesländern präsent.

Auch beim Onlinehandel will Pfeiffer mitnaschen. Schließlich nutzten bereits 18 Prozent der Österreicher und 27 Prozent der Deutschen im Jahr 2013 entsprechende Angebote. Die Pfeiffer Handelsgruppe hat bereits 2013 in Kooperation mit dem Logistikum der FH OÖ in Steyr, der RISC Software GmbH aus dem Softwarepark Hagenberg sowie der Österreichischen Post AG ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das im Jahr 2014 in den Echtbetrieb starten soll. Dabei geht es nicht darum, einfach Lebensmittel in einem Onlineshop zu verkaufen, sondern durch intelligente Verknüpfung aller durch die Web-Technologien zur Verfügung stehenden Vertriebskanäle dem Konsumenten Mehrwert und Problemlösungen anzubieten und in der Zustellung durch die Kooperation mit der Post neue Wege zu beschreiten.

Im Frühjahr soll der Web Shop in einen Beta-Test gehen und gegen Mitte des Jahres in Oberösterreich ausgerollt werden. „Sie können schon jetzt gespannt sein, was wir uns alles einfallen lassen um dem Unimarkt Claim „mehr für mich“ auch online gerecht zu werden“, so Böhm.
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