29.03.2016, 12:29 Uhr

Damit Amphibien in der Twenger Au sicher unter der Straße durchkommen

Amphibienschutzanlage in der Twenger Au: die Tiere gelangen durch den Tunnel auf die andere Straßenseite. (Foto: Kyek Martin)

Amphibienschutzanlage an der Katschbergstraße saniert.

TWENG (pjw). An der B99 Katschbergstraße ist kürzlich die Amphibienschutzanlage in der Twenger Au von der Landesstraßenverwaltung aufwendig saniert worden, wie das Landes-Medienzentrum (LMZ) berichtet. Die Anlage sei nun bautechnisch wieder in einem einwandfreien Zustand und könne bei entsprechender Pflege wandernde Amphibien und auch alle anderen bodenbewohnenden Kleintiere nachhaltig vor dem immer stärker zunehmenden Straßenverkehr schützen. Die Amphibien gelangen durch eine kleine Untertunnelung.
An 13 Stellen im Land Salzburg gäbe es mittlerweile diese Tunnelleitanlagen, die es bodenbewohnenden Kleintieren immer ermöglichen, die Straße gefahrlos zu "unterqueren". Die Tunnelleitanlagen würden daher entscheidend zur Lebensraumvernetzung der Amphibien beitragen.

Eine der ersten Anlagen

In der Twenger Au ist 1994 zwischen Kilometer 7,6 und 57,9 eine der ersten dauerhaften Amphibienschutzanlagen des Landes Salzburg errichtet worden. Diese Anlage hätte laut LMZ im Laufe der Zeit deutliche Schäden gezeigt: zum Beispiel hätten sich einzelne Leitelemente der Schutzanlage verschoben. Für die Sanierung habe die Landesstraßenverwaltung neue, dem Stand der Technik entsprechende Bauelemente angekauft und die schadhaften Elemente ausgetauscht. Außerdem sei bei der Sanierung auch auf die Erneuerung der Entwässerungssituation und auf eine leichtere "Bewirtschaftung" zur Instandhaltung der Anlage geachtet worden.

Auch Schutzzaun-Projekte

Seit 2001 werde die Betreuung der Amphibienwanderstrecken in Salzburg von der Landesstraßenverwaltung und der Naturschutzabteilung des Landes gemeinsam mit dem Haus der Natur zentral koordiniert. Konkret würden laut LMZ von den Straßenmeistereien des Landes jedes Jahr in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helferinnen und Helfern, einigen Gemeinden sowie der Berg- und Naturwacht entlang der für Amphibienwanderungen bekannten Straßenabschnitte rund zwölf Kilometer der grünen Amphibienschutzzäune aufgestellt und betreut.

Kübeln als "Tier-Taxi"

Die Tiere könnten die Zäune nicht überqueren, würden in Kübeln gesammelt und frühmorgens, manchmal auch abends und nachts, in mühevoller und aufgrund des Verkehrsaufkommens auch gefährlicher Arbeit über die Straße getragen und anschließend wieder freigesetzt.
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